Ignacio Packer: Folge dem Kompass

45 Jahre im Zeichen von Sinn und Wandel

15/10/2026
Ignacio Packer story square DE (1).png

 

Am 14. Oktober 2026 trat Ignacio Packer als Geschäftsführer der Stiftung Caux in den Ruhestand und wir blicken zurück auf eine bemerkenswerte 45-jährige Karriere, die Kontinente, Branchen und Kulturen überspannte. Während dieser gesamten Zeit zog sich ein roter Faden durch sein Leben: der tiefe Glaube an den menschlichen Faktor, die Kraft von Beziehungen, den Wert des Zuhörens und die Bedeutung, Menschen zusammenzubringen, um etwas zu bewirken. Seine Geschichte ist geprägt von unerwarteten Wegen, beständigen Werten und einem Engagement, das weit über jeden beruflichen Titel hinausgeht.

Fünfundvierzig Jahre sind vergangen, seit Ignacio Packer seine ersten Schritte ins Berufsleben wagte - eine Zeit, in der er Kontinente durchquerte, zwischen verschiedenen Branchen wechselte, Menschen traf, die zu Freund.inn.en, Kolleg.inn.en und manchmal auch zu unerwarteten Wegbegleiter.inne.n wurden, und in der er entdeckte, dass der Weg, dem man zu folgen glaubte, in Wirklichkeit Schritt für Schritt gezeichnet wurde.

Für Ignacio Packer gab es nie wirklich einen Masterplan.

„Ich habe 1981 angefangen zu arbeiten“, sagt er. „Wenn man heute darauf zurückblickt, könnte man meinen, es hätte einen Plan gegeben. Ich versichere Ihnen, das war nicht der Fall.“

Stattdessen gab es Neugier, die Bereitschaft, über das Vertraute hinauszugehen, und die Überzeugung, dass Arbeit einen Sinn haben sollte. Er folgte eher Menschen und Chancen als Titeln und hielt vor allem an einer starken Überzeugung fest: „Ich glaube an das Unmögliche!“

Sein beruflicher Weg führte ihn vom Deck eines Handelsschiffs nach Buenos Aires, von der Wirtschaftsprüfung zu humanitären Einsätzen, zum öffentlichen Gesundheitswesen, zu Kinderrechten und internationaler Interessenvertretung und schliesslich nach Caux. Es war eine Reise durch sehr unterschiedliche Welten, in der jedoch bestimmte Werte bemerkenswert konstant geblieben sind.

Wenn man heute darauf zurückblickt, könnte man meinen, es habe einen Plan gegeben. Ich versichere Ihnen, das war nicht der Fall.

Ignacio Packer - banner 1
Ignacio bei der Compagnie Maritime Belge (1981 – links und rechts) / Mit dem Team bei BEAL (1986) und bei Peat Marwick Mitchell (KPMG) in Brüssel und Luxemburg (1987)

 

Aufbruch aus dem Hafen

Einige der wichtigsten Lektionen lernte er schon früh. 1981, im Alter von neunzehn Jahren, verbrachte Ignacio drei Monate auf See bei der Compagnie Maritime Belge. Es war seine erste echte Erfahrung fernab von seiner Familie und ausserhalb Europas. Rückblickend sagt er: „Das Leben auf einem Schiff lehrt einen schnell, dass man nicht alles alleine schaffen kann: Man muss sich auf andere verlassen, Unsicherheiten akzeptieren und seinen Weg durch unbekannte Gewässer finden.“

Teamarbeit ist seitdem ein prägendes Merkmal von Ignacios Berufsleben und seiner persönlichen Philosophie geblieben.

Die folgenden Jahre brachten weitere Lektionen mit sich. Bei FARRA-Clerlande in Belgien, wo er mit behinderten Erwachsenen arbeitete, lernte er, anders zu sehen: den Menschen vor der Andersartigkeit zu erkennen und seine eigenen Annahmen zu hinterfragen.

In Buenos Aires, wo er die Finanzwelt und Lateinamerika für sich entdeckte, knüpfte er Freundschaften fürs Leben und begann zu verstehen, dass Geld ein Mittel sein kann, aber nicht der eigentliche Sinn eines Berufslebens.

Bei KPMG in Brüssel und Luxemburg lernte er, konsequent zu sein: erst prüfen, dann behaupten, auf Details achten und die Demut aufbringen, einen Fehler einzugestehen.

Ebenfalls bei KPMG lernte er Maria Martin-Prat kennen, damals eine junge Praktikantin bei der Europäischen Kommission. Keiner von beiden hätte ahnen können, wohin ihre jeweiligen Wege führen würden. Heute ist Maria Botschafterin und Ständige Vertreterin der Europäischen Union bei der Welthandelsorganisation in Genf. Ihre Begegnung veranschaulicht ein wiederkehrendes Motiv in Ignacios Geschichte: Karrieren mögen im Rückblick logisch erscheinen, doch oft werden sie durch unerwartete Begegnungen geprägt.

Und dann kam die entscheidende Wende.

Teamarbeit ist seitdem ein prägendes Merkmal von Ignacios Berufsleben und seiner persönlichen Philosophie geblieben.

Ignacio Packer - banner 2
Von links nach rechts: Mit Denise und Alicia (1993) und bei der Arbeit bei der Europäischen Vereinigung für Entwicklung und Gesundheit (1994) / Zeitungsartikel über seine Arbeit bei Ärzte ohne Grenzen / Vortrag beim Weltwirtschaftsforum und bei der ICVA

 

Der Mensch im Mittelpunkt: Der Fokus auf den menschlichen Faktor

1988 gab Ignacio die Wirtschaftsprüfung auf, um sich „Ärzte ohne Grenzen“ (MSF) anzuschliessen. Der rote Stift wich Gesundheitssystemen, humanitären Krisen und den Realitäten der Arbeit in von Krieg und Armut betroffenen Ländern. In Afrika und Asien lernte er, auf Leid zu reagieren und dabei über dessen unmittelbare Folgen hinaus auf die dahinterstehenden Systeme und Umstände zu blicken.

In diesen Jahren, genauer gesagt 1992, lernte er auch seine Frau Denise kennen. „Paf!“, so beschreibt er diesen Moment. Seitdem teilen sie ihr Leben miteinander und unterstützen und inspirieren sich gegenseitig auf ihrem Weg.

Seine Arbeit im Gesundheits- und Entwicklungsbereich führte ihn später von Guatemala auf die Salomonen, zurück in die Schweiz und an das Schweizerische Tropeninstitut. Dort lernte er, nah an der Realität zu bleiben: Hinter jeder Statistik, jedem System und jedem Forschungsergebnis steht ein Mensch, eine Familie und eine Geschichte. „Es ist wichtig, dass das System einen den menschlichen Faktor niemals aus den Augen verlieren lässt.“

Unterdessen wuchs seine Familie parallel zu seiner Karriere. Alicia wurde 1993 geboren, Gaël 1996 und Line 1998.

Bei Terre des Hommes in Lausanne, wo er zwölf Jahre verbrachte, lernte er, das Unannehmbare nicht hinzunehmen. Der Schutz der Rechte und der Würde von Kindern erfordert mehr als Mitgefühl; er verlangt Handeln, Beharrlichkeit und manchmal auch die Bereitschaft zum Kampf.

Als Generalsekretär der Internationalen Föderation Terre des Hommes lernte er, Vielfalt in eine Stärke zu verwandeln. „Eine gemeinsame Mission setzt nicht voraus, dass alle gleich denken oder handeln“, sagt er. „Die Herausforderung besteht darin, genügend Vertrauen und ein gemeinsames Ziel zu schaffen, damit Unterschiede zu einem Gewinn werden.“

Bei der ICVA, wo er von 2018 bis 2023 tätig war, ging es darum, Raum für die Stimmen anderer zu schaffen. Es war ihm wichtig, seine Position in Genf nicht nur dazu zu nutzen, selbst das Wort zu ergreifen, sondern auch die Perspektiven humanitärer Organisationen und Menschen einzubringen, die nicht im Raum anwesend waren.

In all diesen sehr unterschiedlichen Rollen nahm seine persönliche Führungsphilosophie Gestalt an.

Dann kam die Stiftung Caux.

Eine gemeinsame Mission setzt nicht voraus, dass alle gleich denken oder handeln. Die Herausforderung besteht darin, genügend Vertrauen und ein gemeinsames Ziel zu schaffen, damit Unterschiede zu einer Bereicherung werden.

In einer Rede im Caux Palace im September 2023, während der Eröffnungszeremonie des Caux Forums für Demokratie 2024 mit Jugendvertreter.inne.n von Creative Leadership sowie während eines Interviews in Caux mit Jan-Artem Henriksson von der Inner Development Goals Foundation

 

Leadership auf dem Weg nach oben

Seit 2023 hat Ignacio als Geschäftsführer der Stiftung Caux viele der dabei gewonnenen Erkenntnisse zusammengeführt. Bei seiner Arbeit zwischen Genf und dem Caux Palace, hoch oben auf dem Berg oberhalb von Montreux, hat er sich darauf konzentriert, zuzuhören, Verbindungen zu knüpfen, herauszufordern, Raum zu schaffen und vor allem dem Kollektiv zu vertrauen.

Als er zur Stiftung Caux kam, sprach Ignacio oft davon, aus der Vergangenheit zu lernen und sich gleichzeitig auf die Zukunft vorzubereiten. Die 80-jährige Geschichte der Stiftung Caux sei ein wertvolles Gut, so seine Überzeugung, doch Geschichte allein sei kein Auftrag. Die Aufgabe bestand darin, Caux für die Herausforderungen der Gegenwart relevant zu machen.

Das bedeutete, die Arbeit der Stiftung in den Bereichen Demokratie, Friedensförderung, ethischem Leadership und innere Entwicklung zu stärken, dem Programm durch Kunst und Kultur neue Energie zu verleihen, jungen Menschen mehr Gehör zu verschaffen und Caux stärker für die lokalen Gemeinschaften zu öffnen.

Es bedeutete auch, die Menschen wieder auf den Berg zu bringen. Nach den Pandemiejahren, in denen relativ wenige Gäste den Weg nach Caux gefunden hatten, empfing die Stiftung Caux im Jahr 2025 mehr als 8.000 Menschen und rechnet für 2026 erneut mit einer ähnlichen Zahl.

„Ich habe versucht, mit einem recht einfachen Führungsstil einen Beitrag zu leisten“, sagt er. „Vertrauen, Freiraum geben, befähigen, zuhören, verfügbar sein und akzeptieren, dass andere Dinge vielleicht anders machen als ich.“ Den letzten Teil fügt er mit einem Lächeln hinzu. „Aber nicht allzu anders.“

Hinter dem Humor verbirgt sich eine ernsthafte Überzeugung. Leadership, so hat Ignacio gelernt, bedeutet nicht einfach, Dinge selbst zu tun oder andere dazu zu bringen, sie zu tun. Es geht auch darum, wie man präsent ist: aufmerksam und authentisch, während man anderen den Raum lässt, sie selbst zu sein. Das bedeutet nicht, ohne Massstäbe zu führen, denn es müssen weiterhin Entscheidungen getroffen, Risiken eingegangen und Verantwortung übernommen werden.

Vertrauen, Freiraum geben, befähigen, zuhören, da sein und akzeptieren, dass andere Dinge vielleicht anders angehen.

Ignacio Packer running banner
Laufen als Mittel, um mit Menschen in Kontakt zu treten: in Genf, an der Ziellinie mit seinen Kindern und einem seiner charakteristischen Paar Laufschuhe

 

Eines von Ignacios markantesten Markenzeichen ist etwas, das die Menschen immer wieder überrascht: seine bunten, manchmal sogar fluoreszierenden Laufschuhe. Zum Teil spiegeln sie seine Leidenschaft für das Trailrunning wider, die ihn 2015 zum Sieg beim 172 Kilometer langen Ultra NORWAY Race führte.

Doch dahinter verbirgt sich auch eine persönlichere Geschichte. Vor fast zwanzig Jahren, kurz bevor er bei den Vereinten Nationen in New York auf das Podium trat, fragte sich Ignacio, ob seine Schuhe für diesen Anlass wirklich angemessen seien. Eva Sandis, eine ältere Kollegin und Freundin, die ihm über die Jahre hinweg eine wertvolle Mentorin war, zerstreute seine Zweifel mit einer einfachen Frage: „Na und? Du gehst auf die Bühne und bist einfach du selbst!“ Ihre Worte blieben ihm im Gedächtnis, und seine bunten Schuhe wurden zu einem Symbol für etwas, das er nach wie vor schätzt: die Freiheit, er selbst zu sein.

Doch Laufen war für Ignacio schon immer mehr als nur ein Sport.

„Die meisten meiner Lauferlebnisse haben mich mit Menschen an manchmal sehr abgelegenen Orten in Kontakt gebracht und mir geholfen, ihr Leben und die Umstände, unter denen sie leben, besser zu verstehen. Das Laufen hat mich auch mit der Natur und mit mir selbst verbunden. Es verschafft mir einen freieren Geist, mehr Klarheit und den nötigen Abstand, um Probleme ins rechte Licht zu rücken.“

Im Laufe der Jahre sind seine bunten Schuhe zudem zu einem überraschend wirksamen Führungsinstrument geworden. In formellen Situationen kann ein Farbtupfer unter einem Anzug die Atmosphäre auflockern, Menschen zum Lächeln bringen und einen einfachen Einstieg in ein Gespräch bieten. Das spiegelt etwas wider, das für Ignacios Herangehensweise von zentraler Bedeutung ist: die Arbeit ernst nehmen, aber niemals den Menschen im Raum vergessen.

 

Eine Leidenschaft für den Wandel: Ignacio bei einer Rede auf einer Veranstaltung

 

Und dann ist da noch das, was er la niaque nennt - Durchhaltevermögen, Entschlossenheit und die Weigerung, aufzugeben. Eine Tür ist verschlossen? Versuche es mit einer anderen. Die zweite ist verschlossen? Versuche es mit dem Fenster.

Ignacio fasst diese Überzeugung mit zwei kleinen Ansteckern zusammen, die er an seiner Jacke trägt: „Mindset ist alles“ und „Sei freundlich, es kostet nichts.“ Entschlossenheit ist das, was die Arbeit vorantreibt, aber seiner Ansicht nach sollte sie immer Hand in Hand mit Freundlichkeit und Bescheidenheit gehen.

„Man kann zutiefst von etwas überzeugt sein und trotzdem falsch liegen. Man kann in der Sache Recht haben und beim Timing falsch liegen. Und zu sagen ‚Ich habe mich geirrt‘, ‚Es tut mir leid‘ oder ‚Versuchen wir es anders‘, mindert die Autorität nicht. Es macht Autorität menschlich.“

Zu sagen „Ich habe mich geirrt“ mindert die Autorität nicht. Es macht Autorität menschlich.

Seine Zeit in Caux hat auch seine Überzeugung bestärkt, dass Leadership und Governance einander brauchen: Rechenschaftspflicht und Herausforderung, aber auch Vertrauen, Dialog und Handlungsspielraum. Meinungsverschiedenheiten sind seiner Ansicht nach nicht unbedingt ein Zeichen dafür, dass eine Organisation nicht funktioniert. Manchmal sind sie ein Beweis dafür, dass sie lebendig ist.

Eine seiner besonderen Quellen der Zufriedenheit war es, mitzuerleben, wie die Stiftung Caux wieder einen sichtbareren Platz im Ökosystem des internationalen Genf einnimmt.

„Genf ist ein aussergewöhnliches Zentrum des Multilateralismus. Doch Multilateralismus hängt letztlich von etwas zutiefst Menschlichem ab: der Fähigkeit von Menschen, die unterschiedlicher Meinung sind, weiterhin miteinander zu sprechen, einander zuzuhören und Wege zu finden, gemeinsam zu handeln. Caux kann in diesem Prozess etwas Wertvolles beitragen. Nur eine Stunde von Genf entfernt ermöglicht es den Menschen, Abstand von den Verhandlungsräumen zu gewinnen, den Menschen hinter der Position zu sehen und das Vertrauen aufzubauen, das schwierige Gespräche erst möglich macht. Das ist das Wesen von Caux.“

Diese wachsende Anerkennung ist sowohl für Genf als auch für Caux eine Chance. Während Ignacios Amtszeit hat die Stiftung ihre institutionellen und geschäftlichen Partnerschaften gestärkt und ihre Verbindungen zu in Genf ansässigen Organisationen vertieft.

Zudem hat sie die langfristige Erhaltung des Caux Palace zu einer Priorität gemacht. Unter Ignacios Führung sicherte sich die Stiftung Unterstützung, die es ermöglichte, ehrgeizige Restaurierungsarbeiten in Angriff zu nehmen, damit das Gebäude auch künftigen Generationen weiterhin Menschen willkommen heissen kann. Bei dieser Unterstützung geht es nicht nur um die Erhaltung eines historischen Gebäudes. Sie spiegelt das Vertrauen in das wider, was innerhalb seiner Mauern geschieht: die Arbeit der Stiftung und ihr Potenzial, das internationale Genf mit Caux als Ort des Dialogs und des Wandels zu verbinden.

 

Eindrücke aus seiner Zeit in Caux: Teambuilding-Übung bei einer Mitarbeiterversammlung in Caux, Moderation gemeinsam mit Sarah Noble während des Caux Forums und bei einer Führung durch den Caux Palace

 

Das Engagement geht weiter

Ignacio sieht seinen Abschied nicht als Ende. „Ich verlasse eine Position, nicht mein Engagement“, sagt er.

Seine Hoffnung ist, dass die Stiftung Caux weiter wächst, ihre Stellung in Genf und der Schweiz festigt und ihre Arbeit fortsetzt, Menschen über Unterschiede hinweg zusammenzubringen.

Er verabschiedet sich mit Vertrauen in das Team der Stiftung, ihren Vorstand, ihre Freiwilligen und Partnerorganisationen sowie die breitere Gemeinschaft, die ihre Arbeit im Caux Palace und in Genf ermöglicht.

 

„Ich verlasse eine Position, nicht mein Engagement.“: Veranstaltung zum Führungswechsel in Genf mit Jacqueline Coté und Olivier Anselmo, 8. Oktober 2026

 

Dem Kompass folgen

Während seiner gesamten Karriere hat Ignacio es genossen, seinen Teams kleine Geschenke zu machen, die ein Lächeln hervorrufen und zugleich eine tiefere Bedeutung haben. Ein winziger Sneaker symbolisiert Energie, Tatkraft sowie die gemeinsame Mission und den gemeinsamen Weg als Team. Eine kleine Giraffe am Schlüsselanhänger steht für neue Perspektiven, Weitblick und Geduld. Eine rote Clownsnase steht für Spass und Inspiration. Ein Schlüssel erinnert daran, dass persönliche und innere Entwicklung Türen öffnen und dabei helfen kann, voranzukommen. Eine kleine Taschenuhr steht für den Lauf der Zeit, das Erbe und die Kontinuität, während eine Glocke jede.n daran erinnert, dass er eine Stimme hat.

Und nun, nach fünfundvierzig Jahren, gibt es den Kompass.

Ein Kompass zeigt weder den Weg noch beseitigt er die Hindernisse. Er hilft lediglich dabei, festzustellen, wo Norden liegt, und die Fragen zu stellen, auf die es ankommt: Warum bin ich hier? Was ist richtig? Höre ich noch zu? Vertraue ich noch? Habe ich noch die Entschlossenheit und Energie, voranzukommen?

Ignacio gibt zu, dass er nicht immer die richtigen Antworten gefunden hat. Aber er hat stets versucht, weiterhin die richtigen Fragen zu stellen.

Ich habe nicht immer die richtigen Antworten gefunden. Aber ich habe immer versucht, weiterhin die richtigen Fragen zu stellen.

Am 14. Oktober 2026 hat er sein Amt als Geschäftsführer der Stiftung Caux niedergelegt. Was danach kommt, ist bewusst weniger genau definiert: mehr Zeit, mehr Wahlmöglichkeiten, das gleiche Engagement - und, so hofft er, mehr Momente mit Freund.inn.en, mit Alicia, Gaël und Line sowie mit Denise.

Und irgendwo, wie immer, wird ein Kompass in seiner Tasche stecken.

Doch bevor das nächste Kapitel beginnt,  gab es noch einen letzten Akt: die Stabübergabe. Ignacios Nachfolger, Olivier Anselmo, der nun das Amt des Geschäftsführers der Stiftung Caux übernommen hat.

„Das Rennen geht weiter - nicht auf genau derselben Strecke, aber mit Vertrauen in das Team und in die vor uns liegende Arbeit. Und weil dies Caux ist, kann der Stab vielleicht mehr sein als nur ein Stab. Vielleicht steckt darin auch ein bisschen Magie.“

Nach fünfundvierzig Jahren auf einem Weg, den er nie geplant hatte, ist Ignacio bereit zu sehen, wohin der Kompass als Nächstes zeigt.

DANKE, IGNACIO!

„Ein bisschen Magie“: Ignacio und Denise (vorne sitzend) in Caux während der Sonnenwendefeier im Juni 2026

 

Featured Story
Off