Caux Palace Expos 2026

Expos 2026 DE

 

Über die Caux Palace Expos 2026

Getreu ihrer langjährigen Verbundenheit mit der Kunst rückt die Stiftung Caux auch in diesem Jahr die Kraft des künstlerischen Ausdrucks in den Mittelpunkt, um Verständnis zu fördern, Versöhnung anzuregen und positive gesellschaftliche Veränderungen anzustossen.

In diesem Sommer freuen wir uns, zwei Ausstellungen zu präsentieren, die zu einem sensiblen und engagierten Blick auf unsere Welt einladen: „L’Europe s’affiche de 1945 à nos jours“ (Europa zeigt sich von 1945 bis heute), ein Rundgang durch 80 Jahre europäischer Politikgeschichte in Bildern, und „Dessiner contre le silence“ (Zeichnen gegen das Schweigen), eine Begegnung mit den eindringlichen Zeichnungen zweier grosser Karikaturisten aus dem Nahen Osten. Zwei unterschiedliche Ausstellungen - doch ein und derselbe Dialog zwischen Kunst, Erinnerung und zeitgenössischem Bewusstsein.

Wir laden Sie herzlich ein, diese beiden Ausstellungen zu entdecken und sich von Werken ansprechen zu lassen, die auf ihre jeweils eigene Weise unsere Zeit hinterfragen und einen Raum für Reflexion, Dialog und Hoffnung eröffnen.

 

_______________________________________________________________________________

 

„L’Europe s’affiche de 1945 à nos jours“ (Europa zeigt sich von 1945 bis heute)

Eine Ausstellung, die 80 Jahre politischer Plakatkunst zum Thema Europa nachzeichnet

 

Über die Ausstellung

Im Jahr 2022 wurde die Jean-Monnet-Stiftung für Europa mit Sitz in Lausanne in der Schweiz von einem privaten Sammler kontaktiert. Dieser hegte eine echte Leidenschaft für Plakate aller Art und hatte sein Leben damit verbracht, sie zu sammeln. Er hatte die Welt bereist, um Plakate zu den unterschiedlichsten Themen zusammenzutragen, darunter auch aus…Europa!

Von Griechenland bis Spanien, von Finnland bis Malta hatte er den Kontinent durchquert auf der Suche nach Plakaten, die in irgendeiner Weise mit dem Thema Europa in Verbindung stehen könnten. Einige Monate später erwarb die Stiftung diesen Schatz: 5000 Plakate aus der Zeit von der unmittelbaren Nachkriegszeit bis heute. Einige werben für Europa, andere propagieren nationale Souveränität, doch alle zeugen von ihrer Zeit, von den Herausforderungen der jeweiligen Epoche und vermitteln eine unschätzbare ikonografische, soziale und politische Geschichte.

Anhand der Exponate dieser Ausstellung zeichnet sich ein grafisches Europa ab. Provokativ, amüsant oder einfach nur schön – diese Plakate sind darauf ausgelegt, mit einer starken, sofort verständlichen Botschaft die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Zwischen Solidarität und Abschottung, Spott und positiver Botschaft, Marketing und Propaganda erinnern uns diese Exponate an die Komplexität der europäischen Fragen. Aber wie das Sprichwort sagt: „Ein gutes Bild sagt mehr als tausend Worte!“  

 

_______________________________________________________________________________

 

„Dessiner contre le silence“ (Zeichnen gegen das Schweigen)

Eine Ausstellung mit Pressezeichnungen von Hani Abbas und Emad Hajjaj 


Über die Ausstellung

Nach 2025 setzt die Stiftung Caux das Projekt fort, Pressezeichnerinnen und -zeichner zu würdigen, deren Werke tief mit den Themen unserer Foren – Demokratie und Sicherheitsfragen – im Einklang stehen.

In diesem Jahr stellen zwei Zeichner aus dem Nahen Osten, Hani Abbas und Emad Hajjaj, ihre Werke vor. Mit ihren Strichen beleuchten sie die Komplexität der heutigen Welt, hinterfragen ihre Spannungen und Brüche, werfen manchmal einen bissigen oder ironischen Blick darauf und eröffnen zugleich Perspektiven der Hoffnung und des Sinns in einer Welt, die ihre Orientierung verliert. 

 

Die Künstler

Hani Abbas

Hani Abbas (Syrien/Palästina/Schweiz) ist ein syrisch-palästinensischer Karikaturist, der seit 2014 in Genf lebt, nachdem er aufgrund von Drohungen im Zusammenhang mit seinen politischen Karikaturen aus Syrien geflohen war. Im Jahr 2012 liess er sich im Libanon nieder und erhielt in Doha den Preis für Meinungsfreiheit. Bei seiner Ankunft in Genf wurde ihm von Kofi Annan der Internationale Preis für Pressezeichnungen (Editorial Cartoon International Prize) verliehen. Sein Werk, das insbesondere in der schweizerischen und internationalen Presse veröffentlicht wird, zeugt mit grosser Sensibilität von den Realitäten des Krieges, des Exils und der Menschenrechte. Seine Zeichnungen sind nüchtern und weisen mit Scharfsinn auf grundlegende Probleme wie Meinungsfreiheit und Menschenrechte hin. 

 

 

Emad Hajjaj

Emad Hajjaj (USA/Jordanien) ist ein Pressezeichner, der derzeit in Jordanien lebt. Seine Zeichnungen erscheinen in zahlreichen regionalen und internationalen arabischen Zeitungen. Im gesamten Nahen Osten ist er für seine 1993 geschaffene Kultfigur Abu Mahjoob bekannt, die den gewöhnlichen jordanischen Mann angesichts der politischen und sozialen Realitäten seiner Zeit verkörpert. Als zweifacher Gewinner des Dubai Press Award für die beste arabische Karikatur zählt er laut dem Arabian Business Magazine zu den 500 einflussreichsten Persönlichkeiten der arabischen Welt und nahm unter anderem 2017 am Weltwirtschaftsforum (WEF) teil. Sein Engagement für die Meinungsfreiheit brachte ihm mehrere Konflikte mit den Behörden ein, darunter eine Verhaftung im Jahr 2020 wegen einer Karikatur, die das Normalisierungsabkommen zwischen Israel und den Vereinigten Arabischen Emiraten kritisierte und eine Welle internationaler Solidarität ausgelöst hatte. 

 

_______________________________________________________________________________

 

Praktische Informationen 

  • ÖFFNUNGSZEITEN: Donnerstag bis Sonntag von 14:00 bis 18:00 Uhr an folgenden Terminen:
    • 20. Juni 2026
    • 9. bis 12. Juli 2026
    • 30. Juli bis 16. August 2026
    • 29. & 30. August 2026
    • 12. September (13:00 – 18:00 Uhr)
    • 13. September (10:00 – 18:00 Uhr)
  • Führungen durch die Ausstellungen (je nach Verfügbarkeit): Kontaktieren Sie uns

 

ANFAHRT ZUM CAUX PALACE

  • Eingeschränkte Mobilität: Rollstuhlzugang und behindertengerechte Toiletten – Alle Details finden Sie hier
  • Mit dem Zug: Haltestelle „Caux“ der Bahnlinie Montreux–Rochers-de-Naye
  • Mit dem Auto: Von Montreux aus: Richtung „Glion – Caux“ fahren.
  • Parken: Parkplätze stehen in der Nähe zur Verfügung.

Ein kleiner Tipp für Ihre Anfahrt mit dem Auto von Lausanne oder Vevey: Wählen Sie auf Ihrem Navigationsgerät die Route über Clarens oder Montreux Gare. Die Option „Les Avants“ ist eine Bergstrasse, die länger und kurviger ist und vermieden werden sollte.

Caux Palace Adrien Giovannelli
 Caux Palace (photo: Adrien Giovannelli)

Der Caux Palace und die Stiftung Caux

Der Caux Palace, das als historisches Denkmal von nationaler Bedeutung anerkannt ist, ist ein ehemaliges Luxushotel mit atemberaubendem Blick auf den Genfer See und die Alpen. Eingebettet in die Berge rund 1 000 Meter oberhalb von Montreux, entstand es aus der kühnen Vision des Waadtländer Bauunternehmers Ami Chessex und des berühmten Architekten Eugène Jost, der auch das Montreux Palace entworfen hat. Bei seiner Eröffnung im Jahr 1902 war der Caux Palace eines der grössten und prestigeträchtigsten Luxushotels der Schweiz.

Der Caux Palace, ein Wahrzeichen der Region, wurde auf einer beeindruckenden historischen Stützmauer mit charakteristischen Bögen und einer 400 Meter langen Promenade errichtet.

Im Jahr 1946 wurde das Gebäude von 100 Schweizer Familien erworben, die es in einen Ort der Begegnung für Frieden und Versöhnung im Nachkriegseuropa verwandeln wollten. Diese Vision legte den Grundstein für die dauerhafte Rolle des Caux Palace als Zentrum für Dialog und Vertrauensbildung.

Heute gehört der Caux Palace der privaten Schweizer Stiftung Caux. Ihre Aufgabe ist es, einen sicheren und privilegierten Raum zu bieten, um Einzelpersonen, Gruppen und Organisationen aus aller Welt zu inspirieren, zu befähigen und miteinander zu vernetzen, damit sie sich auf wirksame und innovative Weise für die Förderung von Vertrauen, ethischem Leadership, nachhaltiger Lebensweise und menschlicher Sicherheit engagieren können.

Weitere Informationen zu unseren Veranstaltungen im Jahr 2026