Gedenktag für Atomwaffenopfer 2026: „Añin Jitbon Mar” – Ein spiritueller Ruf unserer Inseln

Globale Solidarität für nukleare Gerechtigkeit

06. März 2026
14:00 – 15:00 Uhr I Maison de la Paix, Genf I Nur auf Einladung

 

Gedenkfeier in Genf, organisiert von der Vertretung der Marshallinseln in Genf

 

Marshall Islands logo

Jedes Jahr begehen die Marshallinseln am 1. März den Gedenktag für Atomwaffenopfer, um jener Menschen zu gedenken, die von den zwischen 1946 und 1958 durchgeführten Atomtests vor Ort betroffen waren.

In diesem Jahr veranstaltet die Ständige Vertretung der Republik Marshallinseln in Zusammenarbeit mit der Stiftung Caux Initiativen der Veränderung und dem Ökumenischen Rat der Kirchen am 6. März 2026 von 14:00 bis 15:00 Uhr im Maison de la Paix in Genf (Pétale 5, 5. Stock) eine Gedenkveranstaltung. Bitte beachten Sie, dass die Teilnahme nur auf Einladung möglich ist.

 

Referent.inn.en

Die Veranstaltung wird von einer vielfältigen Gruppe von Referent.inn.en begleitet, die uns die Möglichkeit bieten, unsere Geschichte mit der internationalen Gemeinschaft zu teilen.

Moderator.in:

  • Augustine SOKIMI, Rechtsberaterin, Ständige Vertretung der Marshallinseln

 

Referent.inn.en:

  • Ignacio PACKER, Geschäftsführer, Stiftung Caux Initiativen der Veränderung
  • Abacca ANJAIN-MADDISION, Überlebender
  • Selina LEEM, Aktivistin, Nuclear Justice and Climate Justice
  • Bernard DUHAIME, Sonderberichterstatter für Wahrheit, Gerechtigkeit, Wiedergutmachung und Garantien der Nichtwiederholung (Video)
  • Jennifer PHILPOT NISSEN, Menschenrechte und Abrüstung, Ökumenischer Rat der Kirchen

 

Hauptrednerin:

  • I. E. Dr. Hilda HEINE, Präsidentin der Republik Marshallinseln (Video)

 

Spiritueller Aufruf:

  • John TAUKAVE, Pazifische Kulturwissenschaften, Doktorand, Universität Amsterdam

 

Image
Foto: 25. Juli 1946, US-Verteidigungsministerium

 

Globale Solidarität für nukleare Gerechtigkeit – Über den Gedenktag für Atomwaffenopfer

Im Jahr 2026 jährt sich am 1. März zum 72. Mal der Castle Bravo-Atomtests, der grösste jemals von den Vereinigten Staaten von Amerika gezündete Atomwaffentest, der katastrophale menschenrechtliche und humanitäre Folgen für die Bevölkerung der Marshallinseln hatte.

Es handelte sich um die stärkste jemals von den USA getestete Atombombe, deren Explosion 1.000 Mal stärker war als die Hiroshima-Bombe und zu Vertreibung, strahlenbedingten Krankheiten und Umweltzerstörung führte.

Die diesjährige Gedenkfeier ist auch deshalb von Bedeutung, weil sich der Beginn des US-amerikanischen Atomwaffentestprogramms auf den Marshallinseln am 1. Juli 1946 zum 80. Mal jährt.

Das Erbe der 67 bekannten Atomwaffentests zwischen 1946 und 1958 hat zu generationsübergreifenden Menschenrechtsverletzungen und Herausforderungen geführt, die unter anderem unser Recht auf Leben, unser Recht auf Gesundheit, unser Recht auf eine saubere, gesunde und nachhaltige Umwelt und unser Recht auf Selbstbestimmung beeinträchtigen.

Das Thema „Añin Jitbon Mar” (Ein spiritueller Ruf unserer Inseln) ist inspiriert von der Erkenntnis, dass die Erfahrungen der Marshalles.inn.en mit Atomwaffen eine Gräueltat gegen die Menschheit darstellen und eine universelle Reaktion und globale Solidarität im Streben nach nuklearer Gerechtigkeit erfordern. Das Volk der Marshalles.inn.en appelliert an das Gewissen der Weltgemeinschaft, die durch das nukleare Erbe verursachten anhaltenden Menschenrechtsverletzungen anzuerkennen, anzugehen und Gerechtigkeit zu suchen.

 

Die Botschaften des marshallischen Volkes lauten wie folgt:

  • Erinnern und ehren: Gedenken Sie den Opfern und Überlebenden, ihrem Leben und ihren Opfern.
  • Menschenrechte und Gerechtigkeit: Erkennen Sie unser nukleares Erbe als eine anhaltende, ungelöste Verletzung grundlegender Menschenrechte an und fordern Sie Rechenschaft und Gerechtigkeit.
  • Resilienz und Zukunft: Unterstützen Sie uns in unserem Streben nach nuklearer Gerechtigkeit und stärken Sie die unerschütterliche Entschlossenheit des marshallischen Volkes.
  • Karreo (Reinigung): Fördern Sie Wahrheit, Rechenschaftspflicht und Wiedergutmachung durch Ehrlichkeit, sinnvollen Dialog, Empathie, grössere Solidarität, Zusammenarbeit und kollektives Handeln, um pragmatische, dauerhafte Lösungen zu finden.

 

Diese Gedenkfeier lädt uns ein, nicht nur zusammenzukommen, um zu gedenken, sondern auch zuzuhören, zu lernen und solidarisch mit dem marshallischen Volk in seinem Streben nach Gerechtigkeit und Heilung zu handeln.

 

Marshall Islands Commemoration event Feb 2025
Kunstausstellung zum Tag des Gedenktags für Atomwaffenopfer 2025 im Maison de la Paix in Genf

 

Nuclear Remembrance Day 2026 logo
Diese Veranstaltung wird von der Ständigen Vertretung der Republik Marshallinseln in Zusammenarbeit mit der Stiftung Caux Initiativen der Veränderung und dem Ökumenischen Rat der Kirchen organisiert.

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