Neues Direktionsteam an der Spitze von IofC Schweiz

Gemeinsames Leadership in Zeiten des COVID

09/04/2020
Stephanie Buri Rainer Gude co-leadership IofC Switzerland

 

Stephanie Buri Rainer Gude co-leadership IofC Switzerland

Am 1. April 2020 wurden Rainer Gude und Stephanie Buri nach einem zweimonatigen Übergabeprozess durch die scheidende Generalsekretärin Barbara Hintermann das neue Direktionsteam der Stiftung Initiativen der Veränderung (IofC) Schweiz. Rainer Gude zeichnet seit 2018 bei IofC Schweiz für strategische Partnerschaften verantwortlich, nachdem er 2012 bei IofC International tätig wurde. Stephanie Buri ist seit 2014 Leiterin für Kommunikation und Wissensmanagement.

Wie so viele Institutionen, die nach dem Zweiten Weltkrieg ins Leben gerufen wurden, befindet sich IofC Schweiz an einem Wendepunkt und sucht nach neuen Wegen, um den Auftrag der Stiftung, die Bedürfnisse der Welt zu erfüllen und gleichzeitig eine finanzielle Nachhaltigkeit zu wahren, fortzusetzen. Um in einer Zeit des Wandels Kontinuität zu gewährleisten, beschloss der Stiftungsrat für die Nachfolge von Barbara Hintermann aus den eigenen Reihen zu rekrutieren.

"Inmitten der Unruhen dieses Frühlings sind um uns herum einige sehr positive Dinge geschehen", erklärt die Präsidentin von IofC Schweiz, Christine Beerli. "Barbara Hintermann, die uns fünf Jahre lang gezeigt hat, was eine starke ethische Führung in der Praxis bedeutet, wurde zur Generaldirektorin von Terre des Hommes Schweiz berufen. Wir sind traurig, sie zu verlieren, aber auch froh, dass sie sich in eine so ideale Richtung weiterentwickelt hat. Danke, Barbara, für alles, was Sie für uns getan haben - wir werden Sie vermissen!

Es ist ausserdem sehr positiv, dass wir sie intern durch unsere Kollegin und unseren Kollegen ersetzen konnten. Stephanie Buri und Rainer Gude sind junge, polyglotte und motivierte Fachleute, die IofC gut kennen. Ich freue mich auf unsere Zusammenarbeit, da sie und der Stiftungsrat IofC Schweiz in die Zukunft führen werden."

Das Co-Leadership-Modell ist neu für IofC Schweiz, obwohl wir seit Jahren ein Konzept fördern, das davon ausgeht, dass "wir alle Leader sind". Das Co-Direktorat ist ein wachsender Trend bei gemeinnützigen Organisationen, Unternehmen und politischen Parteien und steigert nachweislich die Produktivität, Teamarbeit, Koordination und Innovation.

Stephanie und Rainer erklären, sie seien sich der Herausforderungen bewusst gewesen, als sie diese neue Aufgabe gemeinsam annahmen, aber sie hätten nicht mit einer weltweite Gesundheitskrise gerechnet.

"Durch COVID-19 wurde es ein ziemlich merkwürdiger Zeitpunkt, um die Führung einer Organisation zu übernehmen", sagt Stephanie. "Bei all der Ungewissheit hat sich das Modell der Co-Leitung bereits eine echte Stärke und Unterstützung erwiesen. Der kooperative Ansatz - nicht nur bei uns beiden, sondern auch bei unserem Team, dem Stiftungsrat und dem Netzwerk - bringt das Beste in uns zum Vorschein und lässt Raum für Kreativität, ehrliches Feedback und Anpassungsfähigkeit. 'Sei die Veränderung, die du in der Welt sehen willst' war noch nie so relevant wie heute. Wir freuen uns auf das, was vor uns liegt'.

Rainer fügt hinzu: "Unsere erste grosse Aktion war neben dem Versuch, unser Team zu betreuen, die Anpassung an COVID-19. Das bedeutete, dass unser gesamtes Team zu Hause in Sicherheit ist und vom Homeoffice aus arbeiten kann. Dazu kommt natürlich die drastische Umgestaltung unseres Sommerprogramms, des Caux Forums. Dies war keine kleine Liste an Dingen, die es in unseren ersten Wochen zu erledigen gab! Wir können unserem Team, unserem Stiftungsrat und Barbara, die uns bei diesem Übergang enorm unterstützt haben, nur ein grosses Dankeschön aussprechen".

Rainer und Stephanie bringen eine Vielzahl von Erfahrungen in ihre neue gemeinsame Rolle ein.

Rainer arbeitet seit 2012 für IofC. Er war zunächst Chargé de Mission für IofC International und seit 2018 Leiter für strategische Partnerschaften bei IofC Schweiz. Er ist mit einem spanischen Vater und einer deutschen Mutter in New York aufgewachsen und ist ein talentierter öffentlicher Redner, Moderator und Facilitator. Er absolvierte einen Master in Internationalen Angelegenheiten am Graduate Institute in Genf, spricht fünf Sprachen und hat sich ein umfangreiches internationales Netzwerk aufgebaut.

Stephanie leitet seit 2014 die Kommunikationsabteilung von IofC Schweiz. Ihre erste Erfahrung mit einem Co-Leadership machte sie 2018, als sie die internationale Branding-Erneuerung von Initiativen der Veränderung mitleitete. Sie ist in Frankreich aufgewachsen. Ihre Mutter ist Schweizerin und ihr Vater Amerikaner. Sie hat einen Master-Abschluss in Kulturanthropologie und Entwicklungsstudien der KU Leuven in Belgien, in neun Ländern studiert, gelebt und gearbeitet und spricht fliessend vier Sprachen.
Wenn offene Kommunikation das Geheimnis einer erfolgreichen Co-Leitung sei, so beide scherzend, gäbe ihnen ihre Herkunft einen Vorteil: "Wir haben vier verschiedene Sprachen, in denen wir miteinander sprechen können, es gibt also keine Entschuldigung dafür, dass wir uns nicht verstehen."

Was ist ihre Vision für die Zukunft der IofC Schweiz?

"Bei der Entwicklung der Strategie für IofC Schweiz von 2021-2024 wollen wir uns auf die kollektive Weisheit des Teams und unseres Netzwerks konzentrieren", sagen sie. "Angesichts all der Ungewissheit in der Welt und zu Hause sind wir der Meinung, dass die Botschaft IofCs wichtiger ist denn je. Es ist uns auch weiterhin wichtig, Changemaker zu inspirieren, auszubilden und zu verbinden, damit sie jene Veränderungen bewirken können, die sie in der Welt sehen wollen. Gemeinsam mit unserem Netzwerk, unseren Partnern und allen anderen, die sich für den Wandel einsetzen, sind wir der Meinung, dass wir die verborgenen Chancen ergreifen können, die uns COVID-19 bietet, um wichtige Veränderungen herbeizuführen, die unsere Welt so dringend braucht. Wir wissen vielleicht noch nicht genau, wie wir dorthin gelangen können, aber wir wissen, dass der Ausgangspunkt in jedem von uns liegt. Wir freuen uns darauf, diesen nächsten Schritt mit unserem grossartigen Team gemeinsam zu tun.

 

Foto oben: In Caux von einigen Mitgliedern der Gruppe, die den neuen strategischen Rahmen 2021-2024 für IofC Schweiz entwickeln. Das Bild wurde im Februar 2020 aufgenommen.


Foto im Text: Rainer und Stephanie bevor soziale Distanz zur neuen Norm wurde.

 

 

 

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