05. November 2019

Menschliche Bibliothek im Rahmen der Genfer Friedenswoche

 

Lassen Sie sich von unseren „menschlichen Büchern“ inspirieren! Sie erzählen Geschichten darüber, warum und wie sie Vertrauen in den Gesellschaften in Europa und der Welt aufbauen. Jedes menschliche Buch hat ein eigenes Thema , von der Küche über die Zusammenarbeit im Umweltbereich bis hin zum Dokumentarfilm, über Generationen und Länder hinweg.

Aber sie haben eines gemeinsam: Ihre wichtige vertrauensbildende Arbeit hilft, Spannungen zu vermeiden, Konflikte innerhalb und zwischen Gemeinschaften beizulegen und zur Friedensbildung beizutragen. Begeben Sie sich mit uns auf die Reise und lassen Sie sich von unseren erfahrenen Referenten inspirieren! Nutzen Sie die Gelegenheit, Ihre Erfahrungen auch im Hinblick auf die Bewältigung der steigenden Spannungen und Polarisierungen in Europa und der Welt auszutauschen.

Nach dem Event werden fürs Networking ein leichtes Mittagessen und Getränke angeboten.

Wo:  Maison de la Paix - Petal 4 - GCSP-Konferenzraum 1 (4. Stock)

Wann: Dienstag, 5. November, 11:15 - 12:30 Uhr

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Geneva Peace Week Human Library poster EN

 

 

 

referentinnen und referenten

Christophe Girod
Generaldirektor des Hospice général
Schweiz
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Christophe Girod ist seit 2013 Geschäftsführer des Hospice général. Von 2005 bis 2012 arbeitete er im Büro des Hochkommissariats für Menschenrechte in Genf und als Vertreter des UN-Generalsekretärs in der Kommission, die sich mit dem Schicksal der Vermissten in Zypern beschäftigt. Von 1986 bis 2004 führte er mehrere Feldmissionen für das IKRK (Internationales Komitee vom Roten Kreuz) durch und hatte verschiedene zentrale Positionen inne. Integration von Flüchtlingen durch Flüchtlinge: Brice Ngarambé und Christophe Girod werden über den Werdegang eines Flüchtlings vom Moment seiner Ankunft in Genf und die Integrationsprogramme des Hospice général sprechen.
Brice Ngarambe
Projektkoordinator am Hospice général
Burundi / Schweiz
Brice Ngarambe ist ein burundischer Flüchtling, der im Jahr 2015 in Genf ankam und heute Projektkoordinator am Hospice général ist. Integration von Flüchtlingen durch Flüchtlinge: Brice Ngarambé und Christophe Girod werden über den Werdegang eines Flüchtlings vom Moment seiner Ankunft in Genf sowie über die Integrationsprogramme des Hospice général sprechen.
Muna Ismail
Programmleiterin "Refugees as Re-Builders", IofC Grossbritannien
Grossbritannien
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Dr. Muna Ismail ist Wissenschaftlerin und Umweltschützerin mit einer Passion für die Renaturierung von Land in degradierten, trockenen Ökosystemen für die Entwicklung einer nachhaltigen Lebensgrundlage in Post-Konflikt-Staaten. In den letzten vier Jahren hat sie das Refugees as Rebuilders™-Training für sesshafte Berufsflüchtlinge aus dem Horn von Afrika und anderen Konfliktregionen entwickelt. Im Rahmen dieses Trainings leitet und entwickelt sie das Sustainable Livelihood Modul für Post-Konfliktländer mit hoher Bevölkerungsdichte. Sie arbeitet auch an der Entwicklung eines Großprojekts zur Verbreitung der dürreresistenten Yeheb-Pflanze, die in der somalischen Region heimisch ist und sowohl für Tiere als auch für Menschen eine Nahrungsquelle darstellt.
Manuela Frésil
Unabhängige Filmemacherin / Lake Aid
Frankreich
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Im Jahr 2015 traf Manuela Frésil Familien, die in den Strassen von Annecy lebten.Sie gewann ihr Vertrauen und produzierte sie einen Dokumentarfilm, der einen bewegenden Einblick in ihr Leben und die Schwierigkeiten gibt, denen sie täglich ausgesetzt sind. Der Film begleitet Asyl suchende Kinder mit Migrationshintergrund über ein Jahr hinweg – ein Leben, das sich zwischen Übergangsunterkünften, Innenstadtplätzen und Leihwohnungen abspielt. Ihre Lebensbedingungen sind hart und werden noch schwieriger, als der Präfekt beschließt, das Zentrum, in dem sie untergebracht sind, zu schliessen. Manuela Frésil wird gemeinsam mit Burim, einem der Kinder aus dem Film, sprechen.
Burim Pajazeti
Lake Aid
Mazedoninen / Frankreich
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Burim ist eines der Asyl suchenden Kinder, die in Manuela Frésils Film zu sehen sind. Er war 4 Jahre alt, als er mit seinen Eltern und seinem damals 8-jährigen Bruder nach Frankreich kam. Die Familie, die zur albanischen Minderheit in Mazedonien gehört, erhielt kein Asyl und fand sich auf der Straße wieder. Sie lebten in Einrichtungen und schliefen in einem Auto und in verlassenen Häusern. Für einige Jahre gewährten ihnen die Roma Unterschlupf. Trotzdem besuchte Burim in dieser ganzen Zeit die Schule. Vor einem Jahr erhielt seine Familie ihre Papiere. Burim ist jetzt 14 Jahre alt. Seine Mutter und sein älterer Bruder dürfen arbeiten und reinigen als Putzkräfte Büros. Die Familie lebt im Vierbettzimmer eines Rotkreuz-Zentrums. Burim wird gemeinsam mit Manuela Frésil sprechen.
Hajer Sharief
Mitbegründerin von Together We Build It und Young Leader der Initiative der Kofi Annan-Stiftung Extremely Together
Libyen
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Hajer Sharief ist die Mitbegründerin der NGO "Together We Build it" in Libyen und zählt zu den Young Leaders der Initiative der Kofi Annan-Stiftung Extremely Together. Hajer setzt sich mit ihrer Organisation für eine friedliche Inklusion von Frauen und jungen Menschen in Libyen ein. 2013 war sie Mitinitatiorin des 1325 Network in Libyen, einem Netzwerk aus zivilen Organisationen, die Frauen ermutigen, eine aktive Rolle für den Frieden und die Prävention von Konflikten zu übernehmen. Als Mitglied der Initiative der Kofi Annan-Stiftung Extremely Together war sie ausserdem am Entwurf des ersten jugendinitiierten Toolkits gegen einen gewaltsamen Extremismus beteiligt. Hajer war Mitglied der UN-Expertengruppe zur Studie über Jugend, Frieden und Sicherheit. Sie gehört ausserdem zu den UN Women Champion über Frauen, Frieden, Sicherheit und Menschenrechte.
Yevhen Shybalov
Mitglied des ukrainischen Projektteams des Zentrums für humanitären Dialog
Ukraine
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Yewhen Shybalov ist ein ehemaliger ukrainischer Journalist mit 15 Jahren Schreiberfahrung für nationale Medien. Seit 2014 engagiert sich Yevhen beim Zentrum für humanitären Dialog. Im Konflikt in der Ostukraine trat er für gegenseitiges Verständnis und den Abbau von Spannungen ein, um den Weg für eine friedliche politische Lösung zu ebnen. Seine Arbeit konzentrierte sich auf den Dialog über die Umweltauswirkungen des Konflikts in Donbas, wo er als Facilitator zwischen den relevanten Parteien auftrat, um gegenseitiges Vertrauen und eine bessere Zusammenarbeit in Bereichen von gemeinsamem Interesse zu schaffen. Yevhen hat dazu beigetragen, Fragen zu diesen Anliegen anzusprechen und inoffizielle Gespräche zwischen Expertinnen und Experten in der Hoffnung zu ermöglichen, damit ökologische Fragen zu einem wesentlichen Bestandteil jeder zukünftigen friedlichen Lösung werden.

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