Vom persönlichen Wandel zur Konferenzleitung: Daniel Clements

Caux Peace and Leadership Programme

27/04/2020
Daniel Clements

 

Daniel Clements

Ohne seinen Vater, der ihm im vergangenen Jahr die Teilnahme am Caux Peace and Leadership-Programm in Caux empfohlen hatte, hätte sich Daniel Clements vermutlich nie bei Initiativen der Veränderung (IofC) engagiert. "Er dachte sich, das würde mir wirklich etwas bringen", sagt Daniel, der in Wales lebt und dort derzeit als Lehrassistent arbeitet. Inzwischen ist Daniel Co-Koordinator der diesjährigen IofC-Konferenz "Kreative Leadership".

Die besondere Energie in Caux hatte einen grossen Einfluss auf Daniel und sein "Selbstverständnis". Er war erstaunt, wie offen die Menschen miteinander umgehen konnten und wollte das auch für sich gewinnen. Ein Jahr später verarbeitet er immer noch all die Veränderungen, die er in seinem Leben durchführen kann, aber er sagt, die Erfahrung habe ihm bereits geholfen, mehr zu kommunizieren, zu versuchen, Menschen zu vertrauen und offener zu sein. "Es ist eine Reise, der ich immer noch auf der Spur bin", sagt er. "Aber sie hat mir die Freiheit gegeben, in einer Weise neue Schritte zu gehen, wie ich es vorher nicht konnte."

Bevor er nach Caux kam, hatte Daniel sieben Jahre lang als Freiwilliger bei den Luftkadetten gearbeitet, doch vor kurzem hatte dies für ihn seinen Zauber verloren. "Es war nicht mehr der Ort, an dem ich sein wollte oder an dem ich einen Sinn fand", erklärt er. Er hatte immer noch Mühe, sich damit abzufinden, als er nach Caux kam und sah, wie viel anderes es gab, für das er sich engagieren konnte. Nach dieser Erfahrung erkannte er, dass es Zeit für eine Veränderung war, und beschloss, mehr aus sich herauszukommen, indem er sich stärker in einer Theatergruppe engagierte. "Es war eine der besten Entscheidungen, die ich je getroffen habe", sagt er.

Solche Veränderungen mögen rein persönlich erscheinen, aber Daniel ist überzeugt: "Das Einzige, woran man wirklich etwas ändern kann, ist man selbst". Anstatt den "richtigen" Weg vorzugeben, sagt er, liege der Schwerpunkt bei CPLP auf offenem Dialog und Selbstreflexion. Dies ermögliche es, ehrlicher zu sich selbst und zu anderen zu sein und verändere die Einstellung zu den Dingen und die Art und Weise, wie man sie angeht, was einen grundlegenderen Einfluss habe. Weil man verändere, wer man sei, sehe man die Dinge anders und sei in der Lage, immer wieder Änderungen vorzunehmen.

Diese Denkweise inspirierte Daniel nicht nur dazu, Veränderungen in seinem persönlichen Leben vorzunehmen, sondern sich auch stärker für IofC Schweiz zu engagieren, indem er die Co-Leitung der diesjährigen Konferenz Creative Leadership übernahm.

CPLP-Alumni des letzten Jahres riefen die neue Konferenz Creative Leadership (CL) ins Leben mit dem Ziel, eine Plattform zur Entwicklung von Projekten zu schaffen, die sich mit lokalen, nationalen und/oder globalen Themen befassen. Aufgrund der COVID-19-Pandemie hat CL damit begonnen, über eine Online-Version nachzudenken, um eine Konferenz mit Dialoggruppen, Zeiten der Stille, Webinaren und menschlichen Bibliotheken zu schaffen, die leichter zugänglich und flexibler ist. Durch die Werte von IofC soll der Austausch von Erfahrungen als Lernmethode agieren, damit so viel Interaktion wie möglich stattfinden kann. 

Daniel war von der Idee begeistert, mit anderen CPLP-Alumni zusammenzuarbeiten, um so einen Rahmen zu schaffen, in dem sie sich gegenseitig bei der Umsetzung von Veränderungen unterstützen können und hat eine führende Rolle in dem neuen Programm übernommen: "Ich finde sehr viel Sinn darin, mit unglaublichen Menschen aus der ganzen Welt zusammenzuarbeiten".

 

Von Karina Cheah

 

 

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