Technologie und ihr Einfluss auf Kinder

Ethisches Leadership im Business 2019

04/08/2019
Bram Jonker
Bram Jonker

Bram Jonker ist bei Deloitte Tax & Legal für Innovation und Technologie sowie digitalen Wandel zuständig. Er mag zum ersten Mal am Caux Forum teilgenommen haben, doch der Caux Palace ein alter Vertrauter, denn er war hier Student der Swiss Hotel Management School. Er empfand die Konferenz Ethisches Leadership im Business, bei der er als Redner teilnahm, als sehr bereichernd. „Hier geht es vor allem darum, zuzuhören. Hier wird nicht verurteil und es gibt keine falschen oder richtigen Antworten. In diesem sicheren Raum können Menschen sagen, was sie wirklich glauben.“ Bram beispielsweise kann viel über die heutige und zukünftige Wirkung von Technologien auf Kinder berichten.

Er vergleicht Technologie gerne mit dem Wasser in einer Badewanne. „Wenn Eltern ihre Kinder baden, müssen sie zunächst die Temperatur des Badewassers prüfen.“ Genau dieselbe Verantwortung hätten Eltern auch, wenn es um die Technik geht, die ihre Kinder verwenden. Darum prüft Bram jedes Gerät selbst, bevor er es seinen Kindern gibt. Wenn er ein ungutes Gefühl hat, sucht er nach einer Alternative.

Bram ist davon überzeugt, dass sich Technologie auf eine Art entwickeln wird, die Kindern hilft. Wenn ein Kind den virtuellen Assistenten beispielsweise nach dem Wetter befrage, könne dieser, anstatt einfach eine Antwort zu geben, eher erklärend antworten und über die Art der Wolken sprechen. Allerdings brauche diese Entwicklung Zeit. „Bis [die Technologie] soweit ist, müssen Menschen Verantwortung übernehmen. Wir sind keine Opfer, wir können eigene Entscheidungen treffen.“

Bram glaubt, dass „Jobs bleiben, sich die Aufgaben ändern“ und demnach Automatisierung eine grosse Chance für zukünftige Generationen darstellt. Natürlich würden monotone Aufgaben nach und nach verschwinden und durch Aufgaben ersetzt, die Kreativität, Kommunikation und kritisches Denken benötigen. Seiner Meinung nach bleibe jedoch mehr Zeit für bedeutungsvolle menschliche Tätigkeiten und Interaktion, wenn sich Roboter um langweiligere Aufgaben kümmerten.

Während der Konferenz sprach Bram mit vielen Leuten über seine Erkenntnisse, die ihm wiederum eine neue Perspektive über die Rolle, die Technologie im Leben der Kinder spielen wird, eröffnene.

Er sagte: „Ich war noch nie in einer Gruppe mit so verschiedenen Leuten, die unterschiedlichste Positionen in Regierungsorganisationen, NGOs aber auch aus Wirtschaft innehaben. Es ist wirklich interessant, sich die unterschiedlichen Ansichten anzuhören.“

 

 

Text: Nicole Walther

Foto: Paula Mariane

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