Ash Domah: Von der Leidenschaft, verwüstete Landschaften in grüne Oasen zu verwandeln

CDLS-Erfolgsgeschichten: Ash Domah

01/05/2019
Ash Domah

Ash Domah wuchs gemeinsam mit seinem Zwillingsbruder auf Mauritius auf und hat den Grossteil seines Lebens in der Natur und zwischen Bäumen und Pflanzen verbracht. Heute widmet er sich der Begrünung von verödeten Landschaften. Sein Besuch in Caux 2018 hat ihn, so sagt er, dazu inspiriert, diesem Projekt all seine Zeit zu widmen.

Ash zog mit 20 Jahren zum Studium nach Grossbritannien, schloss 2005 als Wirtschaftsprüfer ab und begann mit 36 Jahren ein MBA-Studium an der Bradford University School of Management. In einem Kurs über Ethik & Nachhaltigkeit bemerkte er, dass Unternehmen Ressourcen zur Gewinnmaximierung des Unternehmens und der Aktionäre überstrapazieren und damit dem Planeten und seinen Bewohnern schaden.

2010 wurde Ash Controller für ein multinationales, an der US-Börse notiertes Techunternehmen aus Silicon Valley. 2017 erfuhr er von den Zielen der UN für nachhaltige Entwicklung (SDG) und nahm an der ersten Technologiemesse der UN-Konvention zur Bekämpfung der Wüstenbildung (UNCCD) in Ordos/China teil.

Noch im selben Jahr gründete er Tradom, ein von den SDGs inspiriertes Startup. Ziel des Unternehmens ist es, eine neue grüne Revolution in Gang zu setzen, um eine Milliarde Menschen zu ernähren und zugleich die Waldbestände zu erhöhen und Flora und Fauna zu schützen. In den folgenden 12 Monaten schloss er öffentlich-private Partnerschaften mit NGOs, Akteuren aus der Privatwirtschaft und Regierungsunternehmen. Die Projekte mit den NGOs umfassen ein 100 000 Hektar grosses Agroforstwirtschaftsprogramm, eine Purgiernuss-Plantage für Biodiesel, einer Alternative zu fossilem Treibstoff, eine Partnerschaft mit Nordafrika, um sozioökonomisches Wachstum zu stimulieren,  den Versuch der weltweite Expansion von Arunda Donax-Biomasse (bekannt als grüne Kohle) und strategische Partnerschaften mit einem der grössten Umwelt- und Ökounternehmen Chinas und der UNCCD.

Im Juli 2018 wurde er zum Caux-Dialog über Land und Sicherheit (CDLS) und dem runden Tisch für Politiker eingeladen. Dabei hatte er Gelegenheit, mehr über die Beziehung zwischen Land und der Wiederherstellung von Ökosystemen einerseits und der Lösung von Konflikten, der Förderung von Gemeinschaft und nachhaltiger Finanzierung andererseits zu erfahren. Der Austausch mit anderen Menschen, die in diesem Bereich tätig sind, inspirierte ihn und er baute neue Partnerschaften auf.

Nach der Abreise aus Caux entschloss sich Ash, in seiner Firma zu kündigen und seine gesamte Zeit der Umsetzung großer Renaturierungsprojekte mit Bremley Lyngdoh zu widmen, der ihn nach Caux eingeladen hatte. Sie arbeiten gemeinsam an Renaturierungs-projekten, die in Zusammenarbeit mit Worldview Impact entwickelt wurden. Sie kooperieren ausserdem mit der Regierung von Meghalaya, Partnern aus Deutschland, Südafrika und Australien, um 5 000 Hektar Land eines sogenannten „Rattenloch-Bergbaus“, der Luft, Wasser und Land kontaminiert hat, zu renaturieren. Sie haben eine Kooperation mit der Natural Capital Alliance ins Leben gerufen, einer Initiative von Teilnehmenden des CDLS, um durch eine gemeinsame Überarbeitung von Blockchain-Projekten eine regenerative Wirtschaft zur Schaffung eines vertrauensvollen globalen Marktes zu sichern.

Ash hält Wohltätigkeit nicht für nachhaltig, sieht aber im Kampf gegen den Klimawandel mit Hilfe von Klein- und Kleinstbauern ein Geschäftsmodell. Daher entwickelt er nachhaltige Geschäftsmodelle. Er glaubt, dass der Klimawandel nicht bekämpft werden kann, ohne Armut zu bekämpfen: Arme Menschen und diejenigen, die am wenigsten dafür verantwortlich sind, sind am stärksten davon betroffen, auch in der Zukunft.

„Caux war ein sehr inspirierender Ort für mich“, sagt Ash. „Es hat mich dazu gebracht, zu kündigen und meiner neugefundenen Berufung, verödete Landschaften wieder aufleben zu lassen, zu folgen.“

Seine Technologie kann hier eingesehen werden.

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ILLP möchte die Zusammenhänge zwischen Landverödung und menschlicher Sicherheit aufdecken, das nötige Vertrauen für eine effektive Zusammenarbeit vor Ort sowie für „Partnerschaften für Land und Frieden“ schaffen. Als Teil von Initiativen der Veränderung International inspiriert, befähigt und vernetzt es Menschen, um Lösungen für die Probleme der Welt zu finden. Ausgangspunkt ist dabei jeder einzelner Menschen.

Neben anderen Aktivitäten organisiert ILLP jedes Jahr gemeinsam mit Initiativen der Veränderung, der UN-Konvention zur Bekämpfung der Wüstenbildung (UNCCD) und dem Weltnaturschutzbund (IUCN) im schweizerischen Caux den Caux-Dialog über Land und Sicherheit.

Dabei ist der CDLS mehr als nur ein alljährlicher Dialog. Er ist der Mittelpunkt eines wachsenden Netzwerks von Praktikerinnen und Praktikern, die sich vor Ort für alle Bereiche menschlicher Sicherheit und der Renaturierung von Ökosystemen einsetzen. Die Mitglieder des Netzwerks unterstützen einander, tauschen sich aus und arbeiten zusammen.

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