Vereint in Trauer: Eine unerwartete Freundschaft

Mit Rami Elhanan und Bassam Aramin

25. November 2021

17:00 - 19:00 UHR CET

 

Rami Elhanan – 70-jähriger israelischer Grafikdesigner und Sohn eines Auschwitz-Überlebenden, der als junger Mann in der israelischen Armee diente.

Bassam Aramin – 52-jähriger palästinensischer Akademiker, der als junger Mann für die palästinensische Sache kämpfte und sieben Jahre in einem israelischen Gefängnis einsass.

Was könnte zwei Männer zusammenbringen, deren Welten so zerrissen sind, dass sie sich zwar geografisch gleichen, sich aber nur selten begegnen würden?

Wie wird aus einem palästinensischen Freiheitskämpfer ein Holocaust-Gelehrter, ein Anhänger des gewaltlosen Widerstands und ein Friedensaktivist? Wie kam es dazu, dass ein ehemaliger israelischer Soldat einen Palästinenser als seinen Bruder bezeichnet?

Nehmen Sie an diser inspirierenden Veranstaltung teil und hören Sie sich aussergewöhnliche Geschichte von Rami und Bassam, die ihre Töchter im anhaltenden Konflikt ihres Landes verloren haben. Bassams Tochter Abir war 10 Jahre alt, als sie getötet wurde, Ramis Tochter Smadar 14.

In ihrer Trauer schlossen sie eine bemerkenswerte Freundschaft und setzten sich dafür ein, eine Botschaft der Hoffnung und Heilung für ihr Land zu verbreiten – eine Botschaft, die heute weithin zu hören ist.

Ihre Geschichte wird in Apeirogon erzählt, einem Roman von Colum McCann, der von The Guardian als „ein Meisterwerk, ein Roman, der die Welt verändern wird“bezeichnet wird.

Im Rahmen des Events "Vereint in Trauer" haben die Teilnehmenden die Möglichkeit, die Geschichte von Rami und Bassam zu hören, sich an einer Fragerunde zu beteiligen und ihre Gedanken und Reflexionen über das Gehörte auszutauschen.


Die Veranstaltung findet am 25. November von 17:00 bis 19:00 Uhr CET auf der Plattform Zoom statt und wird von Neil Oliver für Tools for Changemakers moderiert.

Die Anmeldung ist kostenlos und steht jedem offen.

 

 

Bassam Aramin lebt in Jericho im Westjordanland. Im Alter von 17 Jahren wurde er inhaftiert und verbrachte sieben Jahre in einem israelischen Gefängnis. Anschliessend studierte er Geschichte und absolvierte den Masterstudiengang in Holocaust-Studien an der Universität von Bradford/England. Im Jahr 2005 gründete Bassam zusammen mit Ramis Sohn Elik Combatants for Peace. Er wurde 2007 Mitglied von The Parents Circle – Families Forum, nachdem er seine 10-jährige Tochter Abir verloren hatte, die vor ihrer Schule von einem israelischen Grenzpolizisten getötet wurde. Bassam widmet seine Zeit und Energie der Arbeit für ein friedliches, gewaltfreies Ende der israelischen Besatzung Palästinas und für die israelisch-palästinensische Versöhnung. Bassam war bis August 2020 der palästinensische Ko-Direktor von The Parents Circle – Families Forum.

Rami Elhanan ist mütterlicherseits ein Jerusalemer in siebter Generation. Sein Vater war ein Auschwitz-Überlebender. Er bezeichnet sich selbst als Jude, Israeli und vor allem als Mensch. Am ersten Tag des Schuljahres 1997 war Ramis Tochter Smadar einer von fünf Menschen, die von zwei palästinensischen Selbstmordattentätern getötet wurden. Bald darauf trat Rami The Parents Circle bei und spricht im Rahmen seines Engagements vor israelischen, palästinensischen und internationalen Zuhörerinnen und Zuhörern. Rami war bis August 2020 israelischer Ko-Direktor von The Parents Circle – Families Forum.

 

EIN WEITERES EVENT, DAS SIE NICHT VERPASSEN SOLLTEN:

Apeirogon von Colum McCann ist das Thema unseres Buchclubs Books for Changemakers am 16. November (17:30 - 19:00 CET). Um an der Diskussion teilzunehmen, melden Sie sich bitte hier an.

 

 

"Vereint in Trauer: Eine unerwartete Freundschaft" ist eine kostenlose Veranstaltung von Tools for Changemakers

Wenn Sie diese Veranstaltung und unsere Arbeit unterstützen möchten, würden wir uns über eine Spende freuen (geben Sie bei bitte als Verwendungszweck "Tools for Changemakers" an).

 

 



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