Bei einer Wirkungsmessung geht es um mehr als nur das Zählen von Aktivitäten, Teilnehmenden oder Social-Media-Impressionen. Es geht auch nicht darum, das zu bestätigen, was wir ohnehin schon glauben. Es geht darum zu verstehen, ob durch unsere Arbeit sinnvolle Veränderungen stattfinden.
Die erste unabhängige Wirkungsstudie (2023–2025) der Stiftung Caux untersucht genauer, wie Vertrauensbildung, Dialog und Zusammenarbeit durch unsere Aktivitäten zu nachhaltiger Wirkung beitragen – und welche Erkenntnisse dabei gewonnen werden können.
Wirkung ist niemals das Verdienst einer einzelnen Organisation. In Caux entsteht sie durch jene Menschen, Partnerschaften und Gespräche, die dazu beitragen, Vertrauen über Grenzen hinweg aufzubauen.
Von Widerstand zu Versöhnung: Das aussergewöhnliche Jahrhundert des Jens Jonathan Wilhelmsen
01/06/2026
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Jens Wilhelmsen in Caux in den 1950er Jahren, Foto: IofC
Am 10. Juni 2026 wird Jens Jonathan Wilhelmsen von Initiativen der Veränderung Norden 100 Jahre alt – ein bemerkenswerter Meilenstein für einen Mann, dessen Leben von einigen der prägenden Konflikte und Versöhnungsprozesse der Moderne geprägt wurde. Während seines jahrzehntelangen Engagements auf drei Kontinenten liess sich Wilhelmsen stets von einer einfachen, aber anspruchsvollen Überzeugung leiten: dass dauerhafter gesellschaftlicher Wandel mit persönlicher Veränderung beginnt.
Jens Wilhelmsen wurde 1926 in Norwegen geboren - auf halbem Weg zwischen den beiden Weltkriegen, die das 20. Jahrhundert geprägt haben - und wuchs während der deutschen Besatzung Norwegens auf. Als junger Mann beteiligte er sich in den letzten Monaten des Zweiten Weltkriegs an der geheimen Widerstandsbewegung. Wie bei vielen seiner Generation hinterliess der Krieg tiefe Spuren. In den folgenden Jahren durchlebte er eine Phase der Depression und der Unsicherheit über die Zukunft.
Ein Wendepunkt kam, als er auf Initiativen der Veränderung stiess, das damals noch unter dem Namen "Moralische Aufrüstung" (MRA) bekannt war. Eine bestimmte Herausforderung traf ihn mit ungewöhnlicher Wucht: „Wenn du eine bessere Welt haben willst, ist der beste Ausgangspunkt bei dir selbst.“
Was vielleicht simpel klang, erwies sich in der Praxis als lebensverändernd. Wilhelmsen erinnerte sich später daran, wie Versuche, angespannte Beziehungen innerhalb seiner eigenen Familie zu kitten, unerwartet positive Ergebnisse brachten. Diese Erfahrung überzeugte ihn davon, dass Versöhnung kein abstraktes Ideal, sondern eine praktische Kraft ist.
Zu dieser Zeit studierte er Philologie an der Universität Oslo. Im Jahr 1948 wandte sich eine Länder-Regierung im Nachkriegsdeutschland an die MRA mit der Bitte um Hilfe, um „unserem Volk neue Hoffnung zu geben“. Für einen jungen Norweger, der die Besatzungszeit durchlebt hatte, war die Einladung, in Deutschland zu arbeiten, sowohl eine moralische Herausforderung als auch von historischer Bedeutung. Wilhelmsen nahm sie an.
Wenn du eine bessere Welt haben willst, ist der beste Ausgangspunkt bei dir selbst.
Unterwegs mit der Gruppe „European Action Force“, 1974 / Mit dem französischen Komponisten Paul Misraki (am Klavier), 1948 (Jens steht beide Male in der Mitte), Fotos: IofC
Die folgenden fünf Jahre führten ihn ins Ruhrgebiet, das industrielle Herz Deutschlands, wo die politischen und moralischen Spannungen des Nachkriegseuropas deutlich zu spüren waren. Dort wurde er Zeuge einer Gesellschaft, die nach dem Nationalsozialismus und dem Krieg darum rang, sich materiell und geistig wieder aufzubauen. Industrielle mit nationalsozialistischem Hintergrund, sozialistische Arbeiter.innen und dem Marxismus verpflichtete Gewerkschafter.innen suchten in einem gespaltenen Land gemeinsam nach einem Weg in die Zukunft.
Eine Begegnung im Jahr 1949 war besonders prägend. Wilhelmsen wohnte bei dem kommunistischen Arbeiteraktivisten Max Bladeck und seiner Frau Grethe in deren bescheidener Dreizimmerwohnung im Ruhrgebiet. Sie boten dem jungen Norweger ein Sofa in ihrem Wohnzimmer an, und Nacht für Nacht diskutierten die beiden Männer bis spät in den Abend hinein über Politik, Ideologie und die Zukunft Europas.
Zunächst führten die Diskussionen zu nichts. Wilhelmsen reflektierte später, dass er einen Grossteil seiner Energie darauf verwendet habe, Max von allem zu überzeugen, was er am Kommunismus für falsch hielt. Dann, während eines Moments der morgendlichen Besinnung, vollzog sich bei ihm ein Perspektivwechsel: Anstatt die Überzeugungen anzugreifen, denen Max sein Leben gewidmet hatte, sollte er - Jens - ehrlich darüber sprechen, wo er selbst seinen eigenen Idealen nicht gerecht geworden war.
An jenem Abend verzichtete Wilhelmsen auf weitere Auseinandersetzungen und sprach stattdessen über seine eigenen Unzulänglichkeiten und Widersprüche. Zu seiner Überraschung reagierte Max im gleichen Sinne. Wie Wilhelmsen später schrieb: „Unsere ideologischen und politischen Standpunkte lagen immer noch weit auseinander, doch zwischen uns wuchs ein gewisses Vertrauen.“
Unsere ideologischen und politischen Standpunkte lagen immer noch weit auseinander, doch zwischen uns wuchs ein gewisses Vertrauen.
Mit Adolf Scheu, Kullervo Rainio und Japie Basson, 1972 / Mit Max Bladeck in Japan (zweiter von rechts) in den 1950er Jahren, Fotos: IofC
Diese Begebenheit wurde zum Symbol für den Ansatz, der Jens Wilhelmsens Lebenswerk prägen sollte. Er erkannte, dass Vertrauen selten durch ideologischen Sieg entsteht; es wächst, wenn Menschen den Mut aufbringen, ehrlich zu sich selbst zu sein. In der tief gespaltenen Atmosphäre des Nachkriegseuropas, wo Bitterkeit und Misstrauen das politische Leben prägten, stellten solche Begegnungen einen anderen Weg dar – einen Weg, der nicht auf dem Verzicht an Überzeugungen beruhte, sondern auf Menschlichkeit und Selbstreflexion.
Wilhelmsen ist überzeugt, dass diese Bemühungen um Versöhnung auf ihre eigene bescheidene Weise zu Deutschlands bemerkenswertem Wiederaufbau beitrugen. Er sah, wie ehemalige Feinde, Arbeitgebende und Arbeitnehmende, Konservative und Sozialist.inn.en allmählich begannen, beim Wiederaufbau einer demokratischen Gesellschaft zusammenzuarbeiten. Die Lektionen, die er im Ruhrgebiet gelernt hatte, sollten ihn für den Rest seines Lebens begleiten.
1953 wurde er nach Japan eingeladen, wo er eng mit führenden Persönlichkeiten aus Politik, Industrie und Jugendarbeit zusammenarbeitete. Besonders enge Verbindungen knüpfte er innerhalb von Seinendan, der vier Millionen Mitglieder zählenden Jugendorganisation des Landes. Als die Organisation 1957 beschloss, hundert Jugendleiter.innen zu einer MRA-Konferenz in die Vereinigten Staaten zu entsenden, wurde Wilhelmsen gebeten, sie zu begleiten.
Diese Reise schlug ein neues Kapitel auf. Während seines zweijährigen Aufenthalts in Amerika übernahm er vielfältige Aufgaben – von Kontakten zu Politikern in Washington bis hin zur Unterstützung von Gewerkschaftsführern, die in den Häfen von New York und den Stahlstädten von Pennsylvania Prinzipien des Dialogs und der Vertrauensbildung umsetzten. Durch diese Erfahrungen entwickelte er ein ganz eigenes Verständnis von Leadership: dass gesellschaftlicher Wandel nicht nur von Institutionen und Politik abhängt, sondern auch von den moralischen Entscheidungen jedes und jeder Einzelnen.
Jens im Gespräch in Caux, 2024 (Foto: Ulrike Pick)
In den folgenden Jahrzehnten weitete sich Wilhelmsens Arbeit auf Afrika, Indien, Osteuropa und Westeuropa aus. In den neu unabhängigen afrikanischen Staaten begegnete er dem komplexen Erbe von Kolonialismus, Ungleichheit und ethnischer Spaltung. Vor allem seine Erfahrungen in Burundi und im Kongo vertieften seine Reflexionen über die historische Verantwortung Europas und über die Zerbrechlichkeit des Friedens dort, wo das Vertrauen zerbrochen ist.
Seit 1967 lebten er und seine Frau Klär Wilhelmsen in Oslo. Gemeinsam gründeten sie eine Familie und führten ein internationales Leben, das der Versöhnung und dem bürgerschaftlichen Engagement gewidmet war. Klär starb 2015 und hinterliess zwei Töchter, Schwiegersöhne, acht Enkelkinder und einen Urenkel.
Neben seiner praktischen Arbeit war Wilhelmsen auch als Autor tätig. Sein 2016 erschienenes Buch Eyewitness to the Impossible (Augenzeuge des Unmöglichen) enthält Reflexionen über das, was er als „Vertrauensbildung auf drei Kontinenten“ bezeichnete. Das Buch verbindet Memoiren, politische Beobachtungen und moralische Reflexionen und stellt den Leser.inne.n gewöhnliche Menschen vor, deren Handeln den Lauf der Geschichte beeinflusst hat: deutsche Bergleute und Industriemanagende, japanische Jugendleiter.innen, afrikanische Unabhängigkeitskämpfende und viele andere. „Geschichte zu schreiben ist nicht das Monopol der Reichen und Mächtigen“, sagt er.
Geschichte zu schreiben ist nicht das Monopol der Reichen und Mächtigen.
Caux Intergenerational Forum 2024: Jens auf der Bühne mit seiner Tochter Camilla (links) / Die jüngste und der älteste Konferenzteilnehmer.in
Die zentrale Botschaft des Buches greift den Grundsatz auf, der ihn bereits als jungen Mann inspirierte: „Wenn sich Einzelne oder Nationen mit ihren eigenen Verfehlungen auseinandersetzen, anstatt mit denen anderer, werden mächtige Kräfte freigesetzt.“ Anstatt ideologische Formeln anzubieten, lädt Wilhelmsen uns ein, in unserem eigenen Leben mit Ehrlichkeit, Verantwortung und Versöhnung zu experimentieren.
Rezensenten in Norwegen würdigten sowohl die historische Tragweite als auch die moralische Ernsthaftigkeit seines Werks: „Können gewöhnliche Menschen Geschichte schreiben?“ und kamen zu dem Schluss, dass Wilhelmsens Geschichten zeigen, dass diejenigen, die die Welt verändern wollen, „bei sich selbst anfangen müssen, aber dort nicht aufhören dürfen.“ (Vårt Land, Oslo)
Nun, da er sein hundertstes Lebensjahr erreicht, steht Jens Jonathan Wilhelmsen als Zeuge eines Jahrhunderts, das von Krieg, ideologischen Konflikten, Entkolonialisierung und Globalisierung geprägt war – aber auch von aussergewöhnlichen Beispielen menschlicher Erneuerung. Sein Leben war nicht der Prominenz oder Macht gewidmet, sondern der geduldigen und oft unsichtbaren Arbeit, Vertrauen zwischen Menschen aufzubauen, die einst durch Hass, Angst oder Ungerechtigkeit getrennt waren.
In einer Zeit, die nach wie vor von Polarisierung und Konflikten geprägt ist und in der die Demokratie bedroht ist, bleibt sein Beispiel von bemerkenswerter Aktualität. Wilhelmsens jahrhundertelanger Lebensweg erinnert uns daran, dass Versöhnung niemals naiv ist, wenn sie auf Mut, Ehrlichkeit und persönlicher Verantwortung beruht. Wie er sein ganzes Leben lang gezeigt hat, wird Geschichte nicht nur von Regierungen und Generälen geschrieben. Sie wird auch von gewöhnlichen Menschen geprägt, die bereit sind, sich selbst zu verändern – und dadurch dazu beizutragen, die Welt zu verändern.
Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag, Jens!
Caux Intergenerational Forum 2024: Jens spricht bei einer Plenarsitzung / Ein Wiedersehen alter Freunde: mit Usha und Rajmohan Gandhi (Foto: Ulrike Pick) / Auf der Bühne, während er auf seinen Auftritt wartet.
In einer Zeit, in der die Welt mit Spaltung, Misstrauen und Unsicherheit konfrontiert ist, sind die Überzeugungen, von denen sich Jens Jonathan Wilhelmsen seit fast acht Jahrzehnten leiten lässt, aktueller denn je. Der Bedarf an ehrlichem Dialog, moralischem Mut und der Wiederherstellung von Vertrauen über politische, kulturelle und ideologische Grenzen hinweg ist nach wie vor dringend.
Dies sind auch die zentralen Fragen des Caux Forum für Demokratie (22. – 26. Juni 2026), das diesen Sommer in Caux stattfindet: Es bringt Bürger.innen, Führungskräfte und Changemaker.innen aus aller Welt zusammen, um zu erörtern, wie Demokratie durch Verantwortung, Dialog und zwischenmenschliche Beziehungen erneuert werden kann.
Mariana Tobón Almanza hat einen Bachelor-Abschluss in International Hospitality and Business und absolviert derzeit ihren Master in Projekt- und Finanzentwicklung an der Vatel Switzerland. Die gebürtige Kolumbianerin kam 2021 in die Schweiz, wo sie ihre internationale Perspektive mit praktischer Erfahrung in der Hotellerie verbindet. Angetrieben von ihrer Leidenschaft für Menschen und ihrer Liebe dazu, unvergessliche Erlebnisse zu schaffen, bringt Mariana sowohl Herzlichkeit als auch Professionalität in alles ein, was sie tut.
Caux IDG Forum 2026: Aufruf an Organisatoren von Workshops und Candlelight Conversations
13 - 17. Juli 2026: "Die Alchemie der Vergebung"
19/03/2026
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13 - 17. Juli 2026: "Die Alchemie der Vergebung"
Möchten Sie Ihre Inspiration, Ihre Ideen und Ihre Fähigkeiten diesen Sommer beim Caux IDG Forum zum Thema „Die Alchemie der Vergebung“ mit anderen Teilnehmenden teilen? Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung! Bewerbungen werden bis zum 27. April 2026 entgegengenommen.
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Das Geschenk des Gebens: die stille Kraft, die Caux zum Leben erweckt
Ein Blog von Ignacio Packer, Geschäftsführer von Caux Initiativen der Veränderung
19/03/2026
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Ein Blog von Ignacio Packer, Geschäftsführer von Caux Initiativen der Veränderung
In einer Welt, die zunehmend ins Wanken gerät, ist das, was Orte der Begegnung und Hoffnung zusammenhält, oft nicht sichtbar. In Caux hat diese stille Kraft einen Namen: das Geschenk des Gebens. In diesem Blog reflektiert Ignacio Packer, Geschäftsführer der Stiftung Caux Initiativen der Veränderung, über die Bedeutung menschlicher Verbindungen, über Orte der Inspiration - wie den Caux Palace - und darüber, was es ermöglicht, unsere Mission langfristig weiterzuführen.
Heute Morgen schreibe ich diese Zeilen mit Blick auf den Genfer See. Das Wasser ist ruhig, fast unbeweglich, und die Sonne spielt mit der Oberfläche des Sees, die sanft glitzert. Dieses Licht hat etwas Friedliches an sich.
Der Sonntag hat für mich oft diese besondere Qualität: es ist ein Moment, an dem ich entschleunige, Abstand gewinne und die Dinge sich setzen lasse. Heute Morgen habe ich an einem Treffen von Reso teilgenommen, einer Gemeinschaft, die von dem Philosophen und Schriftsteller Fabrice Midal gegründet wurde. Seit vielen Jahren beschäftigt er sich mit Meditation, Achtsamkeit und der Frage, wie man in einer oft hektischen Welt präsenter leben kann. Ich bin seit kurzem Teil dieser Gemeinschaft, und diese Treffen eröffnen oft unerwartete Räume zum Nachdenken.
Heute Morgen drehte sich eine der Fragen um das Geben. Und diese Frage traf mich in einem besonderen Moment.
Die Nachrichten aus der Welt kommen weiterhin herein. Die Lage im Libanon, von der mir gestern meine Freundin Roweida aus Beirut berichtete. Der Austausch mit einer iranischen Freundin, die mir von der Realität ihres Heimatlandes erzählte. Kriege, die sich ausweiten oder festgefahren sind. Geschwächte Gesellschaften. Vertriebene Völker. Manchmal habe ich das Gefühl, dass die Spannungen unsere kollektive Fähigkeit übersteigen, um sie einzudämmen.
Angesichts dessen besteht eine Versuchung: die des Zynismus. Oder die der Abstumpfung. Als ob wir uns nach und nach an das Unvorstellbare gewöhnen würden.
Ich bin nach wie vor zutiefst davon überzeugt, dass wir uns damit nicht abfinden dürfen. Wir können uns für etwas anderes entscheiden: nämlich neugierig, aufmerksam und offen zu bleiben. Weiterhin zu suchen, zu verstehen, Verbindungen herzustellen. Engagiert bleiben, fähig zur Hoffnung. Voranschreiten mit dem, was ich seit mehr als fünfundzwanzig Jahren gerne als „ein Gleichgewicht nach vorne“ bezeichne: eine Bewegung, die uns dazu drängt, mit uns selbst, mit anderen und mit der Welt verbunden zu bleiben, selbst wenn diese ins Wanken gerät.
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Der Caux Palace oberhalb von Montreux (Foto: HATCH)
Im Caux Palace, unserem Zentrum für Dialog und Vertrauensbildung, werben die sozialen Netzwerke derzeit für Anmeldungen zu den Caux Foren dieses Sommers. Vielleicht denke ich deshalb auch an das gesamte Team, das diese Treffen mit enormer Energie und oft ohne Rücksicht auf Zeit vorbereitet.
Ich denke auch an die vergangene Woche mit dem Treffen „Kunst denken, um Wunden zu heilen“, das in Genf im Rahmen der Begegnungen von Caux zu Kunst und Frieden organisiert wurde und bei dem der libanesischen Künstler Michel Abou Khalil und die Ärztin, Schriftstellerin und Galeristin Barbara Polla in einem Gespräch zusammenkamen, das von der Journalistin Luisa Ballin moderiert wurde.
So viele Stimmen, die erforschen, wie Kunst angesichts der Wunden der Welt Wege der Heilung eröffnen kann. So viele Momente, in denen wir bescheiden, aber entschlossen versuchen, Räume für Dialog und Zuhören zu schaffen.
Das hat mich auch dazu bewegt, einen Blog wieder aufzunehmen, den ich seit einiger Zeit auf Eis gelegt hatte, und zwar rund um eine einfache, aber wesentliche Frage: das Geschenk des Gebens.
Denn je mehr ich in Caux beobachte, was dort seit 80 Jahren gelebt wird, desto mehr wird mir bewusst, dass Geben nicht nur eine einmalige Geste ist. Es ist eines der tiefgreifendsten Elemente dessen, was es uns möglich, gemeinsam etwas aufzubauen.
Geben ist nicht nur eine einmalige Geste. Es ist eines der tiefgreifendsten Elemente dessen, was es uns möglich, gemeinsam etwas aufzubauen.
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Wenn man sich die Caux Foren ansieht, sieht man Programme, Referent.inn.en, Workshops, An- und Abreisen, Plakate und lange Aufgabenlisten. Doch hinter all dem verbirgt sich etwas Diskreteres und vielleicht Wesentlicheres: das Geben. Und das erinnerte mich an diese Einsicht von Fabrice Midal, die ich heute Morgen gehört habe: „Das Geben ist nicht in erster Linie eine moralische Verpflichtung oder eine heroische Anstrengung. Es entsteht, wenn man sich berührt, betroffen und verbunden fühlt. Es wird dann zu einer Lebensweise.“
In Caux nimmt diese Idee sehr konkrete Formen an.
Da ist zunächst das Geschenk des Wortes.
Referentinnen und Referenten, die bereit sind, zu kommen – manchmal von weit her –, um weit mehr als nur Fachwissen anzubieten: eine Erfahrung, eine in Prüfungen geschmiedete Überzeugung, einen Teil ihres eigenen Weges. In einer Welt, die von Kommentaren überflutet ist, ist ein treffendes und von Herzen kommendes Wort bereits ein Geschenk an die Gemeinschaft.
Da ist auch das Geschenk der Zeit.
In Caux lässt sich die Arbeit nicht nur in Stunden messen: Sie kommt von Herzen. Unsere zahlreichen Freiwilligen schenken grosszügig ihre Zeit, ihre Energie und ihre Aufmerksamkeit und tragen dazu bei, dass jede Veranstaltung zu einem echten Erfolg wird. Ihr Engagement ist unauffällig, aber unverzichtbar, und dafür sind wir zutiefst dankbar.
Und ich weiss, dass ich nicht der Einzige bin, der das so empfindet. Hier bieten so viele Menschen weit mehr als nur ihre Anwesenheit: Geduld, Fürsorge und echte Aufmerksamkeit für andere. Ich erinnere mich an meine Kollegin, die mir nach einem ereignisreichen und emotionsgeladenen Sommer sagte: „Ich weiss, warum ich das tue.“
Junge Freiwillige beim Caux Forum 2025
Und dann sind da auch die finanziellen Spenden, ohne die vieles nur bei guten Absichten bliebe. Eine Spende an Caux beschränkt sich nicht auf die Restaurierung eines historischen Gebäudes, auch wenn diese Arbeiten – wie jene an der Stützmauer – unerlässlich sind, um den Caux Palace zu erhalten.
Jeder Beitrag hilft, diesen Ort, der Dialog, Vertrauen und Frieden gewidmet ist, am Leben zu erhalten und um sicherzustellen, dass er weiterhin Besucher.innen empfängt, bedeutungsvolle Veranstaltungen organisiert und künftige Generationen inspiriert.
Darüber hinaus ermöglicht unser Solidaritätsfonds Menschen, die sich dies sonst nicht leisten könnten, die Teilnahme: engagierte junge Menschen, Stimmen aus prekären Verhältnissen, Akteure und Akteurinnen vor Ort, die viel beizutragen haben, aber nur über geringe Mittel für Reisen verfügen. Finanzielle Unterstützung zu leisten ist daher weit mehr als eine materielle Geste: Es bedeutet, eine Möglichkeit zu bieten, einen Platz am Tisch, eine Chance zur Begegnung.
Im Grunde basiert das Caux Forum auf einer Kette der Grosszügigkeit. Die einen geben ihre Stimme, andere ihre Zeit und wieder andere ihre Mittel, damit dieses Abenteuer offen und lebendig bleibt. Hier beschränkt sich das Spenden nicht auf eine einmalige Geste: Es wird zu einem Mittel, eine Gemeinschaft am Leben zu erhalten, die durch Neugier, Engagement und den Wunsch verbunden ist, eine gerechtere Welt aufzubauen.
In Caux wird das Geben zu einer Möglichkeit, eine Gemeinschaft miteinander verbundener Menschen lebendig werden zu lassen.
Seit über 80 Jahren versucht die Stiftung Caux, einen solchen Raum zu schaffen: einen Ort, an dem Verletzungen anerkannt werden können, an dem Brücken wieder aufgebaut werden können, an dem sehr unterschiedliche Menschen auf andere Weise zusammenkommen können.
Nichts davon existiert ohne Grosszügigkeit. Denjenigen also, die bereits geben – ihre Anwesenheit, ihr Zuhören, ihre Arbeit, ihr Vertrauen oder ihre Ressourcen –, möchte ich einfach sagen: Danke. Und denjenigen, die sich fragen, ob auch sie an diesem Abenteuer teilhaben könnten, lautet die Antwort: Ja.
Geben nimmt tausend Formen an. Zeit. Eine Kompetenz. Ein offenes Netzwerk. Eine Idee. Eine Ermutigung.
Geben nimmt tausend Formen an. Zeit. Eine Kompetenz. Ein offenes Netzwerk. Eine Idee. Eine Ermutigung.
In Caux wissen wir seit langem, dass ein Ort wie dieser nicht in erster Linie von seinen Mauern lebt. Er lebt von dem, was Frauen und Männer hierher mitbringen – und von dem, was sie anschliessend wieder mitnehmen.
Was ermöglicht es uns noch, in einer Welt, die immer mehr zerbricht, Räume der Begegnung und Hoffnung zu schaffen? In Caux liegt die Antwort oft in einer stillen, aber wesentlichen Kraft: dem Geben.
Einem offenes Ohr. Einer Präsenz. Ein wenig geschenkter Zeit. Und manchmal einfach in einer unauffälligen Geste, die jemanden irgendwo auf der Welt daran erinnert: Du bist nicht allein.
Ignacio Packer ist Geschäftsführer der Stiftung Caux Initiativen der Veränderung, einer Schweizer Wohltätigkeitsstiftung, die sich für die Förderung von Vertrauen, ethischem Leadership, nachhaltiger Lebensweise und menschlicher Sicherheit einsetzt. Mit mehr als 30 Jahren Erfahrung in der humanitären Hilfe und Entwicklungszusammenarbeit arbeitete er zunächst bei der Europäischen Bank für Lateinamerika und anschliessend bei KPMG, bevor er seit über 25 Jahren als anerkannter Leiter von NGOs und internationalen Bündnissen tätig ist. Als Experte für Menschenrechte und soziale Fragen setzt er sich insbesondere für den Schutz von Migrant.inn.en und Flüchtlingen, vor allem von Kindern und Jugendlichen, ein.
Maruee Pahuja (Indien) arbeitet an der Schnittstelle von Kunst, Wissenschaft und menschlichen Beziehungen. Als Augenheilkundlerin, bildende Künstlerin, Beraterin für Ausdruckskunst und Moderatorin untersucht sie, wie Kreativität unsere Perspektiven bereichern und Empathie, Gesundheit und den Weg zum Frieden fördern kann.
Bei der Stiftung Caux Initiativen der Veränderung leitet sie künstlerische Arbeiten mit jungen Führungskräften im Rahmen der Jugendinitiative Creative Leadership und ist Mitglied des Beirats und des Direktoriums der Begegnungen von Caux zu Kunst und Frieden.
Ich betrachte die Zeit, in der wir leben, kritisch, insbesondere als Künstlerin, und teile zutiefst die Meinung von Adrienne Maree Brown, die in Emergent Strategy schreibt: „Vielleicht bin ich schuldig, zu viel als Visionärin zu sprechen. Deshalb konzentriere ich mich auf ein einziges Ziel: gemeinsame Visionen zu schaffen und unsere Fähigkeit zu stärken, gemeinsam die Zukunft zu gestalten.“
Dank der Kunst und ihrer Rolle in der Friedensförderung konnte ich mich an diesem Schnittpunkt verorten, den ich seit Jahren bewusst beschreite. Die Vorbereitung der Begegnungen von Caux zu Kunst und Frieden im letzten Jahr und des Workshops zur Genfer Friedenswoche 2025 hat mir sowohl Freude gemacht als auch eine Erkenntnis vermittelt.
Was vielleicht nur wenige Wochen Vorbereitung zu erfordern scheint, ist in Wirklichkeit das Ergebnis jahrelanger unsichtbarer Arbeit: Forschung, Praxis, Versuch und Irrtum... und Vertrauen in die Kunst und die Menschheit, selbst in schwierigen politischen Ökosystemen.
Die Rolle der Künste bei der Friedenskonsolidierung
In unserem Bereich sind Burnout, Verzweiflung und emotionale Erschöpfung an der Tagesordnung. Meine Freundin Debra Roberts sagte mir einmal: „Vertraue deiner Kreativität, sie ist wirklich die beste Versicherung im Leben. Der kreative Akt ist das, was uns am Leben und gesund hält.“ Wenn wir weiterhin als Akteur.inn.e.e. des Wandels, als Führungskräfte und Friedensschaffende tätig sein wollen, müssen wir auch die Hoffnung und die Fähigkeit pflegen, lebendig und gesund zu sein.
Wie der Pionier der Friedensförderung John Paul Lederach sagt, ist Friedenskonsolidierung selbst ein kreativer Akt. Das führt uns zurück zum Konzept der Salutogenese, also dem Ursprung der Gesundheit. Es geht nicht darum, Krankheiten zu heilen, nachdem sie ausgebrochen sind, sondern sich auf jene Bedingungen zu konzentrieren, die Gesundheit und Resilienz fördern.
Wir durchleben multiple Krisen. Das Gefühl der Überforderung, Müdigkeit und Angst ist unvermeidlich. Viele junge Führungskräfte, mit denen ich gearbeitet habe, haben diese Schwierigkeiten zum Ausdruck gebracht. Es liegt daher in unserer Verantwortung als kreative Menschen, unter solchen Umständen unsere Vorstellungskraft zu entwickeln und zu erhalten. Die Kunst bietet eines der wichtigsten Mittel, um diese Fähigkeit zu kultivieren.
Wenn wir weiterhin als Akteur.inn.e.n des Wandels, als Führungskräfte und Friedensschaffende tätig sein wollen, müssen wir auch die Hoffnung und die Fähigkeit pflegen, lebendig und gesund zu sein.
Maruee beim Kunstworkshop „Frieden in der Praxis” während der Genfer Friedenswoche 2025.
Ein konkretes Beispiel: Kreatives Leadership und junge Menschen
Als Mitglied des Jugendteams Creative Leadership von Caux Initiativen der Veränderung habe ich begonnen, Kreativität und Ausdruckskunst in Online-Konferenzen und -Veranstaltungen für junge Menschen aus aller Welt einzuführen. Seitdem haben wir fünf Online-Konferenzen organisiert, die sich mit Themen wie der Auseinandersetzung mit Unsicherheit, der Erfindung neuer Möglichkeiten, der Neugestaltung von Demokratien und der Schaffung von Gegennarrativen befassten.
Durch künstlerische Methoden wie kreatives Schreiben, visuellen Ausdruck, Bewegung, Musik, Fotografie, von der Natur inspirierte Kunst, Achtsamkeit und kreativen Dialog lernen die Teilnehmenden, andere Wege des Erkennens zu erkunden: imaginative, intuitive, verkörperte.
In diesem Jahr werden wir „Reimagining Democracy/Democracies” (Demokratie(n) neu denken) veranstalten, die zweite Ausgabe unseres Programms für junge Führungskräfte im Caux Palace, und wir werden weiterhin diese kreativen Ansätze und Praktiken des Lernens und Dialogs integrieren.
Es handelt sich um verkörperte Mittel, um Veränderungen zu bewirken, die sich nach aussen auswirken. Die Teilnehmenden gestalten anschliessend künstlerische Workshops in ihren Gemeinden, Schulen und Organisationen, wobei sie kreative Methoden einsetzen, um Dialog, Empathie und Heilung zu fördern. Viele sind von diesen Kunstworkshops beeindruckt, und einige bitten um Ratschläge für die Gestaltung künstlerischer Interventionen für junge Menschen in ihren jeweiligen Organisationen.
Moderation der Abschlusszeremonie der Genfer Friedenswoche 2024 mit Sarah Noble, Leiterin für globales Engagement, kreative Friedensförderung und innere Entwicklung bei der Stiftung Caux Initiativen der Veränderung
Kunst als Prozess, nicht als Produkt
Es ist wichtig, zwischen Kunst als Produkt oder Fertigkeit und Kunst als Prozess der Gemeinschaftsbildung, des Ausdrucks und der Heilung zu unterscheiden. Viele Menschen verwechseln Kunsttherapie, Ausdruckstherapie, Kunst als Therapie und andere künstlerische Ansätze, aber jede dieser Disziplinen hat ihre eigene Philosophie und Methodik.
In meiner eigenen Praxis überschneiden sich diese Dimensionen ebenfalls auf unterschiedliche Weise:
Als Augenexpertin gebe ich Menschen, die durch ein Trauma, einen Krieg oder eine Krankheit ein Auge verloren haben, ihr Sehvermögen und ihre Präsenz zurück. Diese technische und künstlerische Arbeit gibt ihnen Würde, Hoffnung und soziales Engagement zurück.
Als bildende Künstlerin schaffe ich multisensorische Installationen, die die Wahrnehmungsempathie erweitern, indem sie Themen wie Sichtbarkeit, Identität, Inklusion und Wahrnehmung erforschen. Das Ziel ist nicht, ein fertiges Produkt zu schaffen, sondern zum Nachdenken und zum relationalen Verständnis anzuregen.
Als Moderatorin für Ausdruckskünste führe ich die Teilnehmende durch kreative Prozesse, die relationale Transformation, Dialog und gemeinschaftliche Resilienz fördern. Das Ziel ist nicht, ein raffiniertes Kunstwerk zu schaffen, sondern einen Raum zu schaffen, in dem Sinn entstehen kann und Empathie und Vorstellungskraft Wurzeln schlagen und sich entfalten können.
Aus dieser Arbeit sind mehrere Ideen hervorgegangen:
Vom Verständnis zur Sinnstiftung: zuerst Ausdruck und Verkörperung, dann Reflexion.
Wenig Kompetenz, viel Sensibilität: Leistungsbarrieren überwinden und die innewohnende kreative Fähigkeit nutzen.
Kunst auch disruptiv sein, dominante Narrative in Frage stellen, Perspektiven erweitern und vermeintliche „Wahrheiten” hinterfragen. In einer Welt, die Menschen auf Rollen oder Daten reduziert, humanisiert Kunst und schafft Möglichkeiten, die sich nur wenige zu träumen wagen.
Wie Maria Popova schreibt: „Die wenigen Menschen, die sich weigern, die Grenzen des Erlaubten mit dem Horizont des Möglichen zu verwechseln, werden einen völlig neuen Tisch bauen und dessen leere Oberfläche mit Optionen füllen, die andere sich nicht zu träumen gewagt haben. Das sind Visionär.inne.e, [Künstler.innen], die einzigen Menschen, die diese Welt jemals verändert haben.»
Das Ziel ist nicht, ein raffiniertes Kunstwerk zu schaffen, sondern einen Raum, in dem Sinn entstehen kann und Empathie und Vorstellungskraft Wurzeln schlagen und wachsen können
Kunstwerke, die von den Teilnehmern des Workshops „Frieden in der Praxis” während der Friedenswoche in Genf 2025 geschaffen wurden.
Nachhaltigkeit in der Friedenskonsolidierung
Nachhaltigkeit in Foren zur Friedenskonsolidierung bedeutet nicht nur, Programme aufrechtzuerhalten. Es geht darum, die Fähigkeiten zur Regeneration zu fördern: Vorstellungskraft, Neugier, Beziehungsvertrauen und kreatives Denken.
Künstlerische Praktiken können dazu beitragen, die Hoffnung auch in einem komplexen Krisenkontext aufrechtzuerhalten.
Sowohl Poesie als auch Politik haben ihren Platz in der Friedenskonsolidierung.
Natürlich bleiben Herausforderungen bestehen: begrenzte Ressourcen, die Gefahr eines oberflächlichen Engagements in der Kunst und die Schwierigkeit, subtile Auswirkungen wie Beziehungsvertrauen oder innere Resilienz zu messen. Dennoch verkörpern diese Mikro-Praktiken die Prinzipien einer sich abzeichnenden Strategie: bescheidene, anpassungsfähige und beziehungsorientierte Massnahmen, die nach und nach die Weltanschauung von morgen prägen.
Letztendlich geht es vielleicht nicht darum, ob Frieden existieren kann, sondern darum, wie die Voraussetzungen geschaffen werden können, damit er wieder vorstellbar wird.
Die Frage ist vielleicht nicht, ob Frieden existieren kann, sondern wie man die Voraussetzungen dafür schafft, dass er wieder vorstellbar wird.
Maruee bei der Podiumsdiskussion im Rahmen der Abschlusszeremonie der Friedenswoche in Genf 2025 (4. von links), des Internationalen Tages des Bewusstseins 2025 und der Kofi Annan Peace Address 2024 in Genf mit Ahmad Fawai, ehemaliger Sprecher und Kommunikationsberater von Kofi Annan.
Ein Gedanke, eine Idee kann den Lauf der Geschichte verändern.
Glaubenssysteme sind lebendig, sie sind nicht festgeschrieben und können neu geschrieben werden.
Kunst ist eine diskrete und geduldige Kraft, die uns an unsere gemeinsame Menschlichkeit erinnert.
Meisterschaft bedeutet nicht, alles zu wissen, sondern offen zu bleiben für das, was wir noch nicht wissen.
Kunst lädt uns ein, unsere Neugierde zu pflegen, unser Bewusstsein zu erweitern und Hoffnung zu bewahren – wesentliche Werkzeuge, um in der heutigen Welt Frieden zu schaffen.
CauxBegegnungen zu Kunst und Frieden 2026: Nächste Schritte
In einer Welt, in der Frieden und interkulturelles Verständnis vor immer grösseren Herausforderungen stehen, ist es dringender denn je, Räume für Dialog, Empathie und Verbindung zu schaffen. Kunst ist ein mächtiges Werkzeug, um komplexe Emotionen zu navigieren, Heilung zu fördern, Gräben zu überbrücken und Verständnis zu stärken.
Machen Sie mit, wenn Künstler.innen, Friedensschaffende und Akteure und Akteurinnen des Wandels bei den Begegnungen von Caux zu Kunst und Frieden 2026 (10. bis 13. Mai 2026) untersuchen, wie Kreativität bedeutende Veränderungen in Gemeinschaften und in der Welt bewirken kann.
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Welche Strategien sind wirksam, um Vertrauen zwischen Konfliktparteien aufzubauen, und welche Rolle spielt Vertrauen bei Heilung und Versöhnung, um nachhaltigen Frieden zu schaffen? Der Friedensworksh...
„Angesichts der zunehmenden Krisen brauchen wir dringend ein mutiges und ethisches Leadership!“, sagte Moderator Ahmad Fawai in seinen einleitenden Worten zur Friedensansprache mit dem Titel ‚Rising P...
Am 15. Oktober 2024 war Maruee Pahuja Podiumsteilnehmerin bei der diesjährigen Kofi-Annan-Friedensansprache, wo sie mit Mary Robinson, der ersten Präsidentin Irlands, ehemaligen UN-Hochkommissarin für...
Es war uns eine Ehre, an der 10. Jubiläumsausgabe der Genfer Friedenswoche teilzunehmen. Doch nun, da der Vorhang gefallen und die Woche vorbei ist - wie geht es jetzt weiter? Vor dem Hintergrund der ...
Im Rahmen ihrer Partnerschaft und der Genfer Friedenswoche 2021 organisierten Initiativen der Veränderung Schweiz (IofC) und die Abteilung Frieden und Menschenrechte des Eidgenössischen Departements f...
Das Thema der Genfer Friedenswoche 2020 lautete: "Vertrauen nach einem Vertrauensbruch neu aufbauen: Wege zu einer Neuausrichtung der internationalen Zusammenarbeit". Am 6. November veranstalteten Ini...
Genf ist voll von Organisationen, die sich für Frieden, Menschenrechte und Wohlstand einsetzen, aber selten zusammenkommen. Jedes Jahr versucht die Genfer Friedenswoche, festgefahrene Muster zwischen ...
Am Montag, dem 5. Dezember 2016, erhielt IofC International gemeinsam mit 17 weiteren NGOs den Beobachterstatus für den Rat der Internationalen Organisation für Migration (IOM). Rainer Gude, Chargé de...
Frieden wird oft als ein komplexer Prozess angesehen, bei dem es darum geht, gesellschaftliche Möglichkeiten im Umgang mit Konflikten neu zu schaffen und institutionelle Funktionen zu stärken. Er ersc...