Stellenangebot: Praktikant.in als Kommunikationskoordinator.in
100% / Standort: Genf
01/01/2026
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100% / Standort: Genf
Werde Praktikant.in im Bereich Kommunikation und erlebe ein einzigartiges Abenteuer im Herzen einer engagierten Stiftung.
Dieses Praktikum (100 %, Standort Genf) ist Teil unserer globalen Engagementstrategie, wobei der Schwerpunkt auf unseren wichtigsten Veranstaltungen im Sommer liegt: dem Caux Forum (Juni/Juli) und den Begegnungen von Caux zu Kunst und Frieden (Mai).
Der.die Praktikant.in mit Sitz in Genf sollte über ausgezeichnete Englischkenntnisse und ein echtes Interesse an internationaler Kommunikation und Veranstaltungswerbung verfügen.
Erlebe einen Sommer voller Erfahrungen, Kreativität und unvergesslicher Begegnungen. Werde Teil des Caux-Abenteuers!
„Ich hoffe, andere dazu inspirieren zu können, mutig ihren Weg zu gehen.“
Interview mit der Künstlerin Farah Erfani, Émergences musicales 2024
26/11/2025
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Interview mit der Künstlerin Farah Erfani, Émergences musicales 2024
Farah Erfani
Kurz vor der dritten Ausgabe der Émergences musicales Montreux-Riviera, die von der Fondation de la Saison Culturelle de Montreux in Zusammenarbeit mit der Stiftung Caux Initiativen der Veränderung organisiert wird, bereitet sich das Caux Palace – ein symbolträchtiger Ort oberhalb von Montreux zwischen Himmel, Bergen und Genfer See – darauf vor, erneut zu einem aussergewöhnlichen kreativen Laboratorium zu werden.
Als kleine Schwester der berühmten „Rencontres d'Astaffort”, die vor mehr als dreissig Jahren von Francis Cabrel in seinem Heimatdorf im Südwesten Frankreichs gegründet wurden, setzen die Émergences musicales und ihre Künstlerresidenz denselben Geist fort: neue französischsprachige Talente zu entdecken, zu begleiten und zu inspirieren.
Jedes Jahr werden neun junge frankophone Künstler.innen ausgewählt, um neben anerkannten Profis in einem inspirierenden Umfeld ihr Songwriting, ihre Kompositionen und ihre Bühnenpräsenz zu perfektionieren. Dieses Umfeld durchbricht die Einsamkeit der Anfänge als Künstler.in und fördert Begegnungen, insbesondere durch intime Konzerte, aber auch durch kulturelle Vermittlungsaktionen.
In diesem Rahmen der Belle Époque machte die junge Schweizer KünsterlinFarah Erfani im Dezember 2024 eine prägende Erfahrung. Die 25-jährige Gitarristin, Autorin, Komponistin und Interpretin blickt mit uns auf ihre Erfahrungen bei den Émergences musicales 2024 und ihren künstlerischen Werdegang zurück - zwischen familiärem Erbe, Suche nach Authentizität und einer unerwarteten Verbindung zum Caux Palace.
Farah, erzähl uns von deinem musikalischen Werdegang und wie er deine künstlerische Identität geprägt hat.
Farah:Ich habe mit 10 Jahren angefangen, klassische Gitarre zu spielen, und habe sie in Luzern studiert, obwohl ich auch E-Gitarre und Barockgitarre spiele. Mit 14 schrieb ich meine ersten Songs auf Englisch, aber erst mit 22 begann ich, auf Französisch zu schreiben - unächst um mir die Zeit im Zug zu vertreiben, wenn ich nicht an meinem Instrument üben konnte. Ehrlich gesagt nahm ich das nicht wirklich ernst, aber ich merkte schnell, dass diese Songs gefielen und Anklang fanden.
Vor zwei Jahren habe ich zu Beginn meines Masterstudiums ein Jahr Pause gemacht, weil ich an meiner Gitarrentechnik arbeiten und sie verbessern wollte. Gleichzeitig dachte ich, dass es Spass machen würde, mein Songwriting zu vertiefen. Nach und nach, ohne dass ich es wirklich bemerkte, habe ich mich in diese Richtung professionalisiert. Anfang 2024, nach einer Trennung, beschloss ich, mein erstes Solo-Konzert „Gainsbourg et moi” vorzubereiten, und begann, Songs von Serge Gainsbourg zu komponieren und zu arrangieren.
Auf der Bühne des Caux Palace im Dezember 2024 (Foto: Gregor Eisenhuth)
Deine Familie hat eine tiefe Verbindung zu Caux. Kannst du uns davon erzählen?
Farah:Ja, und es ist eine ziemlich verrückte Geschichte, die vor dem Zweiten Weltkrieg beginnt und zwei Generationen umfasst. Alles begann in England mit meiner Grossmutter und ihrem ersten Ehemann, John Howard, dem Bruder von Peter Howard, der eine Persönlichkeit der Bewegung „Initiativen der Veränderung” in den 60er Jahren war. Als John während des Krieges in den Niederlanden starb, schrieb die niederländische Familie, die ihn beherbergt hatte, meiner Grossmutter. Sie beschloss, in die Niederlande zu reisen und traf dort den ältesten Sohn dieser Familie... der mein Grossvater wurde, und wie man so schön sagt: „Der Rest ist Geschichte”. Ein noch unglaublicheres Detail: Mein Grossvater wurde genau am selben Tag wie John Howard geboren.
Jahrzehnte später entdeckte meine Mutter ein Buch über Peter Howard. Fasziniert kontaktierte sie Initiativen der Veränderung in London und wurde zu einer Konferenz nach Caux eingeladen. Dort traf sie meinen Vater, und ihre Liebesgeschichte begann auf den Stufen vor dem Theater des Caux Palace. Sie heirateten 1985. Caux ist also schon vor meiner Geburt Teil meiner Geschichte.
Wie war es für dich, mit dieser Familiengeschichte, aber auch als Künstlerin in den Caux Palace zu kommen?
Farah: Es hatte etwas Magisches, den Ort zu entdecken, an dem sich meine Eltern kennengelernt hatten. Es war ein bisschen mythisch, denn ich hatte seit meiner frühesten Kindheit von Caux gehört, ohne jemals dort gewesen zu sein. Ich habe ihre Begegnung nachverfolgt, indem ich mir die Bänke, Flure und Zimmer des Caux Palace angesehen habe.
Als Künstlerin wollte ich ihrer Geschichte Tribut zollen; deshalb schreibe ich gerade einen Song, der von ihrer Begegnung erzählt, aber er ist noch in Arbeit.
Caux ist der Ort, an dem sich meine Eltern kennengelernt haben. Mit meinem Aufenthalt in Caux ging ich ihrer Geschichte auf die Spur.
Farahs Eltern in Caux – 1983 als Konferenzteilnehmende und 2024 während der Émergences musicales
2024 wurdest du als junge französischsprachige Nachwuchskünstlerin ausgewählt, nach Caux zu kommen. Welche Momente der Émergences musicales 2024 haben dich am meisten beeindruckt?
Farah: Es ist schwer, sich zu entscheiden, weil es so viele gab, aber der stärkste Moment war, als ich vor 400 Menschen ohne Gitarre, nur begleitet von einer Band, das Lied „les maisons” als Leadsängerin gesungen habe. Ich begleite mich fast immer selbst. Dank dieser Erfahrung habe ich entdeckt, dass ich es liebe, nur zu singen – und das Publikum mag es anscheinend auch.
Inwiefern hat die Künstlerresidenz dein Songwriting oder deine Sicht auf deine Karriere geprägt?
Farah: Ich habe das Gefühl, dass diese Künstlerresidenz mir geholfen hat, meinen Stil zu finden, denn ich musste mich mit anderen künstlerischen Welten auseinandersetzen, wodurch ich meine Arbeit relativieren konnte.
Was meine „Karriere” angeht, so hat mir die Begegnung und der Austausch mit anderen Menschen, die dasselbe wollen, klar gemacht, wo ich stand und welche Wege mir offenstanden.
Gibt es ein bestimmtes Projekt, das in Caux entstanden ist oder sich dort verändert hat?
Farah: Ja, das Lied „les maisons” hat mich menschlich sehr geprägt. Ich habe auch eine wichtige Begegnung gemacht: Samir Flynn. Wir kommen aus sehr unterschiedlichen Welten, er aus dem Rap, ich aus der klassischen Musik, aber „les maisons” hat uns zusammengebracht. Dieses Lied handelt von Umbrüchen, Begegnungen und Abschieden im Leben.
Dieser Aufenthalt hat mir geholfen, meinen Stil zu finden, denn ich musste mich mit anderen künstlerischen Welten auseinandersetzen, wodurch ich meine Arbeit relativieren konnte.
Mit den Emergent.e.s, Anne Sila (Mitte) und Aliose (rechts) (Foto: Lou Barthélemy)
Wenn wir über deine Vision als Künstlerin sprechen, welche Werte leiten deine Musik und wie spiegeln sich diese in deinen Kompositionen oder Auftritten wider?
Farah: Ich glaube, dass ich grundsätzlich mit der Gegenwart unzufrieden bin, sowohl auf persönlicher als auch auf gesellschaftlicher Ebene. Auf der Suche nach einem Heilmittel für diese Leere wende ich mich der Vergangenheit und möglichen Zukünften zu. Vielleicht bin ich chronisch unzufrieden mit mir selbst und meiner Umgebung – aber nicht aus Negativität, sondern eher aus Idealismus. Daher sind meine Songs oft von einer Nostalgie für eine Zeit geprägt, die ich nicht gekannt habe. Ich suche nach Orientierungspunkten, einer Richtung, Hoffnung... Und inmitten all dessen taucht plötzlich die Liebe auf.
Du kommst aus einer multikulturellen Familie. Inwiefern haben diese Wurzeln deine Musik und deine Weltanschauung beeinflusst?
Farah: Manchmal habe ich das Gefühl, von überall und nirgendwo zu kommen. Meine Mutter ist Engländerin, mein Vater Iraner, und ich bin in der Nähe von Lausanne aufgewachsen, bevor ich mit 19 Jahren in die Deutschschweiz gezogen bin.
Diese Vielfalt an Kulturen und Sprachen hat mir bewusst gemacht, dass unsere Sichtweisen auf die Welt nicht absolut sind. Im Gegenteil, wenn man immer in derselben Seifenblase bleibt, verliert man oft seine Aufgeschlossenheit. Das Gleiche gilt für die Musik! Die Einflüsse verschiedener Stile, in meinem Fall Klassik, Chanson und Rock, ergänzen sich und spiegeln sich wider. Und vielleicht gelangt man gerade durch die Aneinanderreihung von Kontrasten zur Selbstfindung.
Können Kunst und Musik deiner Meinung nach zu sozialen oder kulturellen Veränderungen beitragen?
Farah: Ja, auf jeden Fall, denn Kunst spiegelt die vorherrschenden Energien und Ideen wider. Wenn man Songs schreibt, fasst man Gefühle in Worte.
Allerdings denke ich, dass manche Dinge engagierter sind als andere. Ich für meinen Teil schreibe sehr oft, ohne mir Fragen zu stellen und ohne zu planen, worum es in meinem Song gehen soll: Ich arbeite sozusagen „aus Inspiration”.
Bei dem Lied „Déconnexion” habe ich eine Ausnahme gemacht. Es ist ein Song, der mein Unbehagen gegenüber einer Welt ohne Verbindungen zum Ausdruck bringt, denn dieses Thema beschäftigt und beunruhigt mich. Das ist ein ganz anderer Schreibprozess, aber genauso bereichernd, denn man muss die Inspiration des Augenblicks für die Idee finden und nicht die Idee des Augenblicks für die Inspiration.
Ich bin überzeugt, dass Kunst etwas bewirken kann, unabhängig davon, woher ihre Inspiration stammt.
Farah bei den Émergences musicales 2024
Was möchtest du deinem Publikum vermitteln?
Farah: Ich hoffe, ihnen einen Moment der Ruhe zu bieten, der sie anspricht und in dem sie sich wiederfinden. Ich hoffe, ihren Zweifeln und Ängsten, seien sie persönlicher oder gesellschaftlicher Natur, mit Empathie zu begegnen und ihnen auf sanfte Weise meine Verletzlichkeit zu zeigen, damit sie wissen, dass sie nicht allein sind und dass wir in Wirklichkeit durch dieses Gefühl der Einsamkeit verbunden sind.
Letztendlich hoffe ich, andere zu inspirieren, mutig ihren Weg zu gehen. Das erinnert mich an einen Satz von Giacometti: „Ich denke, der beste Weg für einen Künstler oder eine Künstlerin, revolutionär zu sein, ist, seine bzw ihre Arbeit so gut wie möglich zu machen.“
Ich hoffe, andere dazu zu inspirieren, mutig ihren Weg zu gehen.
Sprechen wir über die Zukunft... Was sind deine Pläne als Künstlerin und wie könnten Orte wie Caux oder Veranstaltungen wie dieÉmergences musicales dazu beitragen?
Farah: Ich bin derzeit in Verhandlungen mit einem Label, und die Zusammenarbeit mit ihm würde mir eine gute Betreuung sowie verschiedene berufliche Möglichkeiten bieten. Vor einigen Wochen habe ich meine Band gegründet und freue mich schon sehr darauf, mit ihnen zu spielen!
Im Frühjahr machen wir eine einwöchige Künstlerresidenz in der Toskana, um die Arrangements meiner Songs vorzubereiten. Danach wollen wir natürlich ins Studio gehen, um eine erste Platte aufzunehmen. Ich werde oft gefragt, warum ich noch nicht auf Streaming-Plattformen vertreten bin: Ich möchte die Dinge gut machen, deshalb bereite ich mich vor und nehme mir die nötige Zeit.
Caux hat eine ganz magische Energie und ich würde gerne für ein Musikprojekt dorthin zurückkehren, wenn sich die Gelegenheit ergibt! Was Les Émergences betrifft, bin ich sehr dankbar, Teil dieser Familie zu sein; es wäre mir eine Ehre, einen Beitrag dazu leisten zu können.
Welchen Rat würdest nach du der Erfahrung mit Les Émergences musicales jungen Künstler.inne.n mitgeben ?
Farah: Traut euch. Seid mutig. Man hat oft nicht viel zu verlieren, wenn man etwas probiert, und man sollte Ablehnung nicht persönlich nehmen. Schickt Nachrichten an Leute, die ihr nicht kennt, um zusammenzuarbeiten, organisiert selbst Konzerte oder Künstlerresidenzen (was ich letzten Sommer gemacht habe), meldet euch auf verschiedenen Plattformen an... Kurz gesagt: Knüpft Kontakte zum Publikum und zu anderen Künstler.inne.n. Das ist es, was euch voranbringt, euch hilft, Chancen zu finden und sie sogar zu schaffen!
Schon gewusst? Der Caux Palace öffnet seine Türen für Künstler.innen und Kulturorganisationen für kreative Künstlerresidenzen. Mit seiner aussergewöhnlichen Lage ist es der ideale Ort, um Kreativität anzuregen und fernab vom Trubel des Alltags neue Energie zu tanken.
The arts have a knack of connecting people, no matter their background or walk of life, and last week's series of concerts at the Caux Palace, organised during this year's edition of the Émergences mu...
Die Begegnungen zu Kunst und Frieden im Rahmen der Genfer Friedenswoche 2024, die am 18. Oktober 2024 stattfanden, nahmen uns mit auf eine eindringliche Reise durch verschiedene Formen des künstlerisc...
Fesselnde Lieder in drei Sprachen. Ein aussergewöhnlicher Ort. Und ein internationales Publikum verschiedenster Herkunft. Als Maria de la Paz und ihre talentierten Musiker am 13. September 2023 die Bü...
Wie sehen wir die Realität um uns herum? Und wie können Fotos einen Beitrag dazu leisten, Menschlichkeit darzustellen, selbst wenn die betroffene Person am Rande der Gesellschaft steht?...
Entdecken Sie den Bericht über die Online-Veranstaltung zu Lennart Segerstråles Meisterwerk im Speisesaal von Caux und sehen Sie sich die Aufzeichnung an!...
"Was für eine wunderbare Präsentation aus Geschichten und Musik", kommentierte ein Teilnehmer der Präsenz-Veranstaltung des diesjährigen Caux Forum Online, die auf Einladung am 1. August 2021 in der H...
Sprache und Musik können mächtige Werkzeuge sein, um Frieden und Wandel zu fördern. Und so standen sie am 2. Juli 2021 im Mittelpunkt der zweiten Veranstaltung im Rahmen des Kunstprogramms zur Feier v...
56 Teilnehmende aus aller Welt kamen am 29. Mai zu „Source and Inspiration“, der Eröffnungsveranstaltung des Kunstprogramms zum 75-jährigen Jubiläum des Konferenzzentrums in Caux. Die Veranstaltung bo...
Start des Projekts zur Restaurierung der Stützmauer des Caux Palace
23/10/2025
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Die Stiftung Caux Initiativen der Veränderung freut sich, den Beginn der Restaurierung der Stützmauer des Caux Palace bekannt zu geben – ein bedeutendes Kulturerbe-Projekt, das sich über die nächsten drei Jahre erstrecken wird.
Das Caux Palace ist neben Sehenswürdigkeiten wie dem Château de Chillon und der Kathedrale von Lausanne als historisches Denkmal von nationaler Bedeutung anerkannt und nimmt einen besonderen Platz im architektonischen Erbe der Schweiz ein. Anlässlich des Beginns der Arbeiten berichtete das Schweizer Fernsehen RTS in einer Folge seiner Regionalnachrichtensendung Couleurs Locales über das Projekt.
Schaffung eines Durchgangs für die Maschinen (links) und erste Arbeiten an der Mauer
Erste Phasen: 2025
Die ersten Schritte des Projekts – die Phasen 0 und 1, die von September bis November 2025 laufen – konzentrieren sich auf den südlichen Abschnitt der Mauer.
Wo Innovation auf Tradition trifft
Zwei Schlüsselbereiche prägen diese Phase:
Stabilisierung und Verstärkung der Fundamente mit einer innovativen, umweltfreundlichen Biozement-Lösung, die von dem preisgekrönten lokalen Unternehmen Medusoilentwickelt wurde. Diese Wahl verkörpert unser Engagement, Denkmalpflege mit nachhaltigen Praktiken zu verbinden.
Restaurierung des historischen Mauerwerks unter Verwendung von Techniken und Materialien aus dem frühen 20. Jahrhundert, um das authentische Aussehen der Mauer zu erhalten. Die Arbeiten werden von Roger Simond SA durchgeführt, einem Spezialisten für historische Renovierungen, der über aussergewöhnliches Fachwissen im Bereich traditioneller Mörtel und Steinmetzarbeiten verfügt. Diese erste Massnahme dient dazu, die Reparatur- und Konsolidierungsmethoden zu testen und zu validieren, die für die gesamte Restaurierung massgeblich sein werden.
Von links nach rechts: Aufbau des Gerüsts / Zustand der Mauer vor den Renovierungsarbeiten / Originalmörtel sowie neuer Mörtel nach Beginn der Arbeiten
Engagement für Nachhaltigkeit und Kulturerbe
Über seine strukturellen Ziele hinaus spiegelt dieses Projekt die Mission der Stiftung wider, das Kulturerbe durch nachhaltiges Handeln zu bewahren. Umweltbewusstes Management, effiziente Ressourcennutzung und Respekt vor traditioneller Handwerkskunst stehen im Mittelpunkt dieses Vorhabens.
Helfen Sie mit, das Erbe des Caux Palace zu bewahren – Ihre Unterstützung macht den Unterschied
Da wir bereits fast ein Drittel unseres Finanzierungsziels erreicht haben, blicken wir zuversichtlich in die Zukunft. Doch jede weitere Unterstützung – ob gross oder klein – bringt uns unserem Ziel näher, dass dieses historische Wahrzeichen auch künftige Generationen inspirieren kann.
Kunst und Fantasie als Wege zum Frieden – Highlights von der Genfer Friedenswoche 2025
22/10/2025
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Die 12. Ausgabe der Genfer Friedenswoche (13.–17. Oktober) brachte Tausende von Friedensschaffenden, Diplomat.inn.en, Künstler.inne.n und Changemakern unter dem Motto „Frieden in Aktion“ zusammen. In diesem Jahr präsentierte Caux Initiativen der Veränderung drei Veranstaltungen, in denen untersucht wurde, wie Kreativität, Achtsamkeit und Kunst zu mitfühlenderen und widerstandsfähigeren Formen der Friedensstiftung inspirieren können.
Maruee Pahuja und Ines Mokdadi beim Kunstworkshop "Frieden in der Praxis"
Workshop „Frieden in der Praxis“: Kunst und Achtsamkeit für eine bessere Welt
Am 14. Oktober veranstaltete Caux Initiativen der Veränderung einen transformativen, kunstbasierten Workshop unter der Leitung der Beraterin für expressive Kunst und bildenden Künstlerin Maruee Pahuja (Indien) und Ines Mokdadi (Tunesien), Koordinatorin für globale Engagement-Veranstaltungen bei der Stiftung Caux. Beide sind zudem Teil unserer von jungen Menschen geleiteten Initiative Kreatives Leadership, die Kreativität und Empathie in den Mittelpunkt der Friedensförderung stellt.
Durch Bewegung, Stille, Zeichnen und kreatives Schreiben erforschten die Teilnehmenden, wie Fantasie und Ausdruckskunst helfen können, mehr Mitgefühl für uns selbst und andere zu entwickeln. Von Aufwärmübungen mit Tiefgang wie „Wie würde dein.e beste.r Freund.in dich beschreiben?“ bis hin zu Übungen mit Licht, Fotografie und Poesie bot der Workshop einen Raum zum Innehalten, Nachdenken und Wiederentdecken des eigenen kreativen Potenzials, das im Zentrum der Friedensförderung steht.
Maruee erinnerte die Teilnehmenden: „Entscheiden Sie sich dafür, das Leben als Medium für Friedensarbeit zu nutzen: Wir beginnen mit Fantasie, wir beginnen mit Licht, wir beginnen mit dem kleinsten Lebewesen – denn selbst aus dem Kleinen kann eine Revolution entstehen.”
Der Workshop verdeutlichte, wie kreativer Ausdruck Hoffnung, Achtsamkeit und Resilienz fördert und uns hilft, Polarisierung zu überwinden und neu Empathie zu entwickeln.
Eindrücke von der Wanderung mit Dr. Gad Harmat und Sarah Noble
Frieden in Bewegung: Erkundung geopolitischer Intersektionalität und öffentlicher Räume in Genf
Am Freitag, dem 17. Oktober, leiteten Dr. Gal Harmat (Swisspeace) und Sarah Noble (Leiterin Global Engagement bei Caux Initiativen der Veränderung) einen geopolitischen Intersektionalitäts- und Friedensspaziergang durch Genf, bei dem untersucht wurde, wie öffentliche Räume unser Verständnis von Frieden, Geschlecht und Identität widerspiegeln und prägen.
Von Monika Sosnowskas «Façade» am Genfer Graduate Institute über den Broken Chair, den Brunnen auf der Place des Nations bis hin zu den Denkmälern für Srebrenica und den Völkermord an den Tutsi reflektierten die Teilnehmenden über Fragen wie:
Wer ist in der öffentlichen Kunst vertreten – und wer fehlt?
An wessen Leiden und Widerstandsfähigkeit wird erinnert?
Wie beeinflussen Geschlechterrollen und soziale Normen unsere Stadtlandschaften?
Dr. Harmat wies zudem darauf hin, dass 96 % der öffentlichen Skulpturen in Westeuropa und Nordamerika Männer darstellen, während Frauen und queere Figuren oft gesichtslos oder passiv sind – ein Ungleichgewicht, das unsere Wahrnehmung von Kunst und Frieden prägt.
„Frieden ist klein, zerbrechlich und muss erneuert werden – und vielleicht ist es unsere Verantwortung, uns darum zu kümmern“, schloss sie.
Die Tour ermutigte die Teilnehmenden, Städte – und den Frieden selbst – mit neuem Bewusstsein, neuer Neugier und Sorgfalt zu betrachten.
Von links nach rechts: Sarah Noble, Léa Baroudi, Alvaro Quiroz, Maruee Pahuja, Barbara Aebischer, Botschafterin Sabine Bakyono Kanzie
Abschlusszeremonie: Begegnungen zwischen Kunst und Frieden – Brückenbau durch Kunst
Die Abschlusszeremonie der Genfer Friedenswoche 2025, organisiert von der Stiftung Caux Initiativen der Veränderung in Zusammenarbeit mit der Genfer Friedensplattform, brachte Künstler.innen, Friedensschaffende, Diplomat.inn.en und Changemaker zusammen, um über die Rolle der Künste in der Friedensförderung nachzudenken.
Die Veranstaltung begann mit einer bewegenden Spoken-Word-Performance von Maryam Bukar Hassan, deren Gedichte den Mut und die Vorstellungskraft verkörpern, die das Herzstück des Friedens bilden.
Moderatorin Sarah Noble (Caux Initiativen der Veränderung) betonte, Kreativität und Kultur seien Lebensadern, die heilen und Frieden neu denken lassen.
Zu den Mitwirkenden zählten:
Léa Baroudi (MARCH Libanon) berichtete, wie ehemalige Feinde in Tripolis durch Gemeinschaftstheater vom Konflikt zur Kreativität gelangten und damit zeigten, dass Kunst Barrieren überwinden kann, Menschen ihre Verletzlichkeit zulassen und sich wieder mit ihrer Menschlichkeit verbinden können. Mehr als 700 junge Männer haben diese Programme schon durchlaufen und viele sind heute Friedensschaffende in ihren eigenen Gemeinschaften.
Der Künstler Álvaro Sebastián Quiroz Bolaños (Brigada 12 | Mexiko) hob Kunst als Mittel zur Würde und Erinnerung hervor, von der Organisation von Kunstauktionen bis zur Schaffung von „Echoes of Reality” zu Ehren von Menschenrechtsaktivist.inne.n. Er zeigte, wie Kunst dazu beiträgt, den Vergessenen Sichtbarkeit und Würde zu verleihen und Räume für Hoffnung zu schaffen.
Die indische bildende Künstlerin Maruee Pahuja reflektierte darüber, wie Kunst den Teilnehmenden der Kreatives Leadership-Programme ermöglicht haben, Führung neu zu definieren – mit Empathie, Neugier und Verspieltheit statt mit Hierarchie und Burnout: „Kunst gibt uns eine Sprache, wenn Worte nicht ausreichen.”
Barbara Aebischer (Schweizer Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit/EDA) berichtete, wie Kultur Menschen ein neutrales, kreatives Umfeld bietet, das Raum für Diskussionen, Verantwortlichkeit und den Aufbau von Verständnis schafft. Anhand eines Beispiels aus Mosambik beschrieb sie, wie Musik ein wirkungsvolles Mittel sein kann, um Resilienz auszudrücken, Traumata zu verarbeiten und Hoffnungen und Träume zu teilen, wodurch Gräben zwischen Gemeinschaften überbrückt werden können.
I.E. Botschafterin Sabine Bakyono Kanzie (Burkina Faso) erklärte, wie kulturelle Traditionen, wie parenté à plaisanterie («scherzende Verwandtschaft»), Spaltungen mildern, Vertrauen aufbauen und eine gemeinsame Sprache in der Diplomatie schaffen.
Die Zeremonie endete mit Naël Melerds Slam-Gedicht „Cœur et Esprit / Herz und Geist”, das eindringlich daran erinnert, dass Frieden nicht nur von Vernunft, sondern auch vom Herzen geleitet werden muss.
In ihrer Abschlussrede reflektierte Dr. Annyssa Bellal, Geschäftsführerin der Genfer Friedensplattform, über die Energie und Wirkung der diesjährigen Friedenswoche und verwies auf die Teilnahme von über 5000 Besuchenden, mehr als 200 Referent.inn.en und 135 Organisationen bei über 100 Aktivitäten. Sie dankte den Vorstandsmitgliedern, Konsortialpartnern, Freiwilligen, Mitarbeitenden und Sponsor.inn.en, deren Engagement diese inspirierende Woche ermöglicht hat.
Der Beitrag von Naël Melerd und das Gedicht von Maryam Bukar Hasan waren die künstlerischen Höhepunkte der Abschlusszeremonie 2025
Die Reise fortsetzen
Durch kreative Reflexion, achtsame Bewegung und künstlerischen Dialog haben die Veranstaltungen der Stiftung Caux Initiativen der Veränderung während der Genfer Friedenswoche gezeigt, wie Fantasie und Zusammenarbeit Frieden in Aktion zum Leben erwecken können. Die Teilnehmenden wurden ermutigt, diesen Geist weiterzutragen – und an den Begegnungen von Caux zu Kunst und Frieden (CAPE) 2026 (10.–13. Mai 2026) teilzunehmen, um Kreativität, Mitgefühl und Dialog weiter auf den Grund zu gehen.
Die Begegnungen zu Kunst und Frieden im Rahmen der Genfer Friedenswoche 2024, die am 18. Oktober 2024 stattfanden, nahmen uns mit auf eine eindringliche Reise durch verschiedene Formen des künstlerisc...
Welche Strategien sind wirksam, um Vertrauen zwischen Konfliktparteien aufzubauen, und welche Rolle spielt Vertrauen bei Heilung und Versöhnung, um nachhaltigen Frieden zu schaffen? Der Friedensworksh...
„Angesichts der zunehmenden Krisen brauchen wir dringend ein mutiges und ethisches Leadership!“, sagte Moderator Ahmad Fawai in seinen einleitenden Worten zur Friedensansprache mit dem Titel ‚Rising P...
Am 15. Oktober 2024 war Maruee Pahuja Podiumsteilnehmerin bei der diesjährigen Kofi-Annan-Friedensansprache, wo sie mit Mary Robinson, der ersten Präsidentin Irlands, ehemaligen UN-Hochkommissarin für...
Es war uns eine Ehre, an der 10. Jubiläumsausgabe der Genfer Friedenswoche teilzunehmen. Doch nun, da der Vorhang gefallen und die Woche vorbei ist - wie geht es jetzt weiter? Vor dem Hintergrund der ...
Im Rahmen ihrer Partnerschaft und der Genfer Friedenswoche 2021 organisierten Initiativen der Veränderung Schweiz (IofC) und die Abteilung Frieden und Menschenrechte des Eidgenössischen Departements f...
Das Thema der Genfer Friedenswoche 2020 lautete: "Vertrauen nach einem Vertrauensbruch neu aufbauen: Wege zu einer Neuausrichtung der internationalen Zusammenarbeit". Am 6. November veranstalteten Ini...
Genf ist voll von Organisationen, die sich für Frieden, Menschenrechte und Wohlstand einsetzen, aber selten zusammenkommen. Jedes Jahr versucht die Genfer Friedenswoche, festgefahrene Muster zwischen ...
Am Montag, dem 5. Dezember 2016, erhielt IofC International gemeinsam mit 17 weiteren NGOs den Beobachterstatus für den Rat der Internationalen Organisation für Migration (IOM). Rainer Gude, Chargé de...
Frieden wird oft als ein komplexer Prozess angesehen, bei dem es darum geht, gesellschaftliche Möglichkeiten im Umgang mit Konflikten neu zu schaffen und institutionelle Funktionen zu stärken. Er ersc...
David Bondar stammt ursprünglich aus Grossbritannien, wo er seine Schweizer Frau kennenlernte, bevor er 2010 in die Schweiz zog. Als Technikbegeisterter studierte er Maschinenbau und Informatik und arbeitete anschliessend mehr als zwanzig Jahre in diesem Bereich. Neben seinem Beruf liebt er Rudern und Motorradfahren und widmet einen Teil seiner Freizeit der Restaurierung von Oldtimern und Motorrädern.
"Die Demokratie wird nicht durch KI gerettet, sondern durch Menschen!"
Ein Blog von Ignacio Packer, Geschäftsführer Caux Initiativen der Veränderung
13/10/2025
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Ein Blog von Ignacio Packer, Geschäftsführer Caux Initiativen der Veränderung
Stockholm, 13 October 2025
Am vergangenen Freitag haben wir im Rahmen der Genfer Demokratiewoche eine Debatte im Oxford-Stil zum Thema “Dieses Gremium ist der Ansicht, dass KI die Demokratie retten wird.” mitveranstaltet. Die Debatte war inspirierend, lebhaft – und letztendlich ernüchternd. Denn die Wahrheit ist einfach: KI wird uns nicht retten. Das zu glauben, wäre nicht nur naiv, sondern auch gefährlich.
Im Caux Palace, unserem Zentrum für Dialog und Vertrauensbildung oberhalb von Montreux in der Schweiz, veranstalten wir Gespräche an einem Ort, der zum Zuhören einlädt. Dort wird mir klar, was die Demokratie schützen kann:
Starke, durchsetzbare Regeln, die mit der sich rasch entwickelnden Technologie Schritt halten.
Neu gestaltete Anreize – was wir belohnen, fördern oder bestrafen –, um private und öffentliche Interessen in Einklang zu bringen.
Investitionen in Menschen – Aufbau der Fähigkeiten, Gewohnheiten und des Mutes, die für eine verantwortungsvolle Teilhabe erforderlich sind.
Ich schreibe diese Zeilen aus Stockholm, wo diese Woche der Inner Development Goals (IDG) Summit beginnt. Während die Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) Ziele für die Welt festlegen, konzentrieren sich die IDGs auf die inneren Fähigkeiten, die erforderlich sind, um diese Ziele zu erreichen: Empathie, kritisches Denken, Mut, Resilienz.
Diese Fähigkeiten sind heute wichtiger denn je, da KI sowohl die Stärken als auch die Risiken der Demokratie beschleunigen kann.
Von links nach rechts: Declan O'Brien (Kofi Annan Foundation), Olivier Crochat (Center for Digital Trust (C4DT) / EPFL), Dawn Lui (DCAF), Cecilia Cannon (Polisync), Ignacio Packer (Caux Initiatives of Change) – Foto: Mélanie Lam
Die Grenzen der KI
KI zentralisiert Macht, Demokratie verteilt sie. KI kann Manipulationen in grossem Maßstab ermöglichen, Demokratie basiert auf verantwortungsvoller Überzeugungsarbeit.
Algorithmen sorgen für Schnelligkeit, wo Überlegung gefragt ist, und verbergen Entscheidungen hinter Black Boxes, wo Transparenz unerlässlich ist. Die Erfahrung mit den sozialen Medien war eine Warnung: Es wurde uns zwar mehr Vernetzung versprochen, doch das Resultat war verstärktes Misstrauen.
Bessere Werkzeuge können bessere Menschen nicht ersetzen.
Fähigkeiten, die die Demokratie stützen
Seit Jahrzehnten arbeitet Initiativen der Veränderung „von innen heraus“ daran, Integrität, Empathie, Mut und praktische Zusammenarbeit zu fördern. Diese inneren Fähigkeiten sind die Grundlage, auf der Regeln, Audits und Technologie effektiv funktionieren können.
Ohne sie verstärkt KI unsere schlimmsten Instinkte: Empörung über Nachfragen, Abkürzungen statt Verantwortung, Passivität statt Beteiligung.
Einige der Fähigkeiten, die ich persönlich zu praktizieren versuche:
Eine lernende Denkweise, wenn Antworten zu schnell erscheinen.
Kritisches und systemisches Denken, wenn Behauptungen „richtig klingen”.
Empathie über Unterschiede hinweg, um verschiedene Perspektiven zu verstehen.
Gemeinsames Schaffen, wenn die Komplexität das Fachwissen eines Einzelnen übersteigt.
Mut, die Wahrheit zu sagen, wenn sie unbequem oder unpopulär ist.
KI kann helfen, aber sie kann diese Fähigkeiten nicht entwickeln. Demokratie hängt davon ab, dass wir Menschen sie selbst entwickeln.
Die Abstimmung ist in vollem Gange (Foto: Mélanie Lam
Ideen in der Öffentlichkeit testen
Während der Genfer Demokratiewoche haben wir diese Ideen auf die Probe gestellt. Im Maison de la Paix diskutierten wir gemeinsam mit der Kofi Annan Foundation, DCAF, Polisync und EPFL über folgende Frage: „KI ist da, aber wird sie die Demokratie retten oder zu Fall bringen?“
Die Schlussfolgerung war klar: Technologie allein kann die Demokratie nicht retten. Menschen, Institutionen und Gemeinschaften entscheiden, ob sie sie stärkt oder untergräbt.
Eine starke KI-Governance ist unerlässlich – aber Regeln allein reichen nicht aus. Demokratie ist kein Produkt, das man herunterladen kann; sie ist eine Praxis, die es zu pflegen gilt – in uns selbst, in unseren Familien, in unseren Gemeinschaften und in unseren Institutionen.
Dies ist das Ethos des Caux-Programms für Demokratie (2024–2027) und seinen jährlichen Foren, in denen Diplomat.inn.en, Führungskräfte der Zivilgesellschaft, Jugendliche und Künstler.innen üben, über Grenzen hinweg einander zuzuhören, ehrlich zu debattieren und Verantwortung zu teilen – Fähigkeiten, die kein Algorithmus nachahmen kann.
Menschliche Handlungsfähigkeit wieder in den Mittelpunkt stellen
Bei der Caux Initiativen der Veränderung ist unsere Vision eine demokratische Welt, in der Menschen verantwortungsbewusst und in gegenseitiger Abhängigkeit handeln. In dieser Welt ist KI ein transparentes, rechenschaftspflichtiges Werkzeug, das der Menschenwürde dient. Heute entfernt uns KI oft von dieser Vision. Die Lösung besteht nicht darin, Technologie abzulehnen, sondern die menschliche Handlungsfähigkeit wieder in den Mittelpunkt zu stellen. Dazu müssen wir KI mit Nachdruck regulieren, Anreize neu gestalten und vor allem in Menschen investieren!
KI wird die Demokratie nicht retten. Das werden die Menschen tun. Nur Bürger.innen, die besser ausgebildet, besser vernetzt und besser informiert sind, können jene demokratischen Werte, die uns am Herzen liegen, aufrechterhalten. Zuerst kommen die Menschen, dann die Werkzeuge. Dann kann KI das sein, was sie sein sollte: nützlich.
Demokratie kann das sein, was sie sein muss: nämlich unsere!
Bleiben Sie dran und gestalten Sie mit uns die Zukunft der Demokratie. Melden Sie sich für unseren Newsletter an, um Updates zu erhalten und sich für das Caux Forum für Demokratie (22.–26. Juni) anzumelden, und werden Sie Teil einer Gemeinschaft, die jene Fähigkeiten, den Mut und den Dialog praktiziert, die unsere Demokratien brauchen.
Ignacio Packer ist Geschäftsführer der Caux Initiativen der Veränderung, einer privaten Schweizer Stiftung, deren Aufgabe es ist, einen sicheren und privilegierten Raum zu schaffen, um Einzelpersonen, Gruppen und Organisationen aus aller Welt zu inspirieren, auszubilden und miteinander zu verbinden, damit sie sich effektiv und innovativ für die Förderung von Vertrauen, ethischem Leadership, nachhaltigem Leben und menschlicher Sicherheit einsetzen können. Ignacio verfügt über mehr als 30 Jahre Erfahrung in humanitärer Arbeit und Entwicklungsfragen. Er ist Experte für Menschenrechte und soziale Fragen und engagiert sich stark für den weltweiten Schutz von Migrant.inn.en und Flüchtlingen, mit besonderem Schwerpunkt auf Kindern und Jugendlichen.
Caux Forum für Demokratie 2025: Der Bericht steht jetzt zur Verfügung
08/10/2025
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Das Caux Forum für Demokratie 2025 (8. bis 12. Juli) brachte mehr als 350 Teilnehmende aus über 45 Ländern im Caux Palace zusammen, um über das Thema „Demokratie neu beleben – Auf dem Weg zu inklusiven und friedlichen Gesellschaften in Europa und der Welt“ zu reflektieren und zu handeln.
Basierend auf den Werten Eine Menschheit, Integrität, Vertrauen, Mut und Hoffnung diente das CDF 2025 als Katalysator für Dialog, Zusammenarbeit und moralische Erneuerung in einer Zeit globaler demokratischer Fragilität.
Sie möchten Ihre Inspiration, Ideen und Fähigkeiten an andere Teilnehmenden des Caux Forums für innere Entwicklungsziele (28. Juli - 1. August) in diesem Sommer in Caux weitergeben? Wir freuen uns au...
Am 29. März 2025 feiern die Bonn-Kopenhagener Erklärungen von 1955 ihr 70-jähriges Jubiläum – ein Meilenstein, dessen Lehren weit über Dänemark und Deutschland hinausreichen. Die Geschichte hat gezeig...
In Anwesenheit eines lokalen Fernsehsenders nahmen am 21. Februar 2025 in Augsburg 65 Personen an einem Demokratie-Dialog teil, um Podiumsgästen aus Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft sowie l...
„In einer Demokratie trägt jeder und jede von uns die Verantwortung, sich zu engagieren, zuzuhören und einen Beitrag zu leisten. Es geht um mehr als ein politisches System. Es geht um Wahlmöglichkeite...
Anlässlich des diesjährigen Internationalen Tages der Demokratie 2024 bringen wir Ihnen Ausschnitte von Gesprächen mit Teilnehmenden des diesjährigen Caux Forums für Demokratie über den Zustand der De...
Die spanische Journalistin Victoria Martín de la Torre interessiert sich leidenschaftlich für Europa, Vielfalt und interreligiöse Beziehungen. Nach 15 Jahren als Pressesprecherin der Fraktion der sozi...
Inmitten der eskalierenden Konflikte unserer Welt erweist sich Kunst als mächtige Kraft, die falsche Vorstellungen in Frage stellt und positive Perspektiven fördert. Die zentrale Rolle von Künstlerinn...
On 25 - 28 January, some 60 CEOs and other senior staff came together under Chatham House Rules to share personal experiences on how to balance a sustainable business with integrity and trust. Executi...
Save the date für das Caux Forum 2024! In diesem Sommer führt Caux Initiativen der Veränderung in Zusammenarbeit mit Initiatives of Change International und mit Unterstützung weiterer zivilgesellschaf...
Die Eröffnungsfeier des Caux Forums 2023 gab mit dem Thema "Demokratie stärken: Vom Trauma zum Vertrauen" den Ton der folgenden Konferenzen an. Entdecken Sie den ausführlichen Bericht und erleben Sie ...
"Es ist so seltsam, dass man den Menschen beibringt, an Gott zu glauben, aber nicht, an sich selbst ". Die Reise der Musikerin Tsvetana Petrushina ist eine inspirierende Geschichte über die Suche nac...
Arpan Yagnik, ein Teilnehmer der letztjährigen Konferenz Kreatives Leadership und Teammitglied des IofC Hub 2021, spricht mit Mary Lean über Kreativität, Angst und Berufung. ...
Als die indonesische Jurastudentin Agustina Zahrotul Jannah bei Google auf das Young Abassadors Programme (YAP) stiess, war sie aufgeregt und enttäuscht zugleich: aufgeregt, weil sie hoffte, dass es i...
Wir freuen uns, Ihnen mitteilen zu können, dass der Jahresbericht 2024 der Stiftung Caux Initiativen der Veränderung nun verfügbar ist.
2024 war ein Jahr der Erneuerung für die Stiftung Caux Initiativen der Veränderung. Wie Geschäftsführer Ignacio Packer feststellte, wehte mit der Einführung eines horizontaleren Führungsmodells und der Ernennung eines neuen, vielfältigen Teams aus acht Expert.inn.en ein „Wind der Veränderung” durch die Organisation. Gemeinsam bringen sie Kompetenzen in den Bereichen Friedensförderung, Politik, Kunst, Kulturerbe und Betriebsführung mit und stärken so die Mission der Stiftung in der Schweiz und weltweit.
Das Caux Palace begrüsste über 4.500 Besucher aus 70 Ländern und war Gastgeber für 60 Veranstaltungen – 85 % davon in Zusammenarbeit mit nationalen und internationalen Institutionen. Die Stiftung startete ausserdem das ehrgeizige 2040 Heritage Project, um die langfristige Nachhaltigkeit des historischen Caux Palace zu gewährleisten, beginnend mit dringend notwendigen Renovierungsarbeiten.
In einer Welt, die mit sich verschärfenden Krisen und einem geschwächten Multilateralismus konfrontiert ist, betonte Präsidentin Jacqueline Coté die wachsende Bedeutung sicherer Räume für den Dialog.
Caux bleibt seinem Engagement verpflichtet, solche Räume anzubieten, die in der Schweizer Neutralität und einem Geist des Vertrauens und der Transformation verwurzelt sind. Wie Ignacio Packer bekräftigt: „Der Mut zur Veränderung, beginnend bei uns selbst, und unser konkretes Engagement für den Aufbau von Vertrauen werden uns voranbringen.“